14/11/09

Der Prinz rief zur Koordination der weiteren Vorgehensweise bei der Blutjagd auf die beiden Nosferatu Bertram und Brunn und fast die gesamte Domäne folgte seinem Ruf. Empfangen wurden sie von seinen beiden Ghulen Herrn Döring und Frau Wächter. Clan Brujah wurde durch Erich, Jack, die später kam, und Sam vertreten. Mit Amar, Louise, B-Squirrel, Carl und Jen kam Clan Gangrel in ungewohnt großer Anzahl – und war augenscheinlich zu allem entschlossen. Gundlach – mittlerweile alleiniger Primogen – und Hamisch, standen für die Malkavians. Tara brachte noch ihre Clansschwester Tessa Emilia von Hildburghausen samt ihres Begleiters mit und Haus und Clan Tremere wurde von Frau von Braunstein vertreten, die die Entführung ihrer zwei Clansbrüder Franke und Richter durch Brunn bekannt gab. Lane als einziger verbliebener Nosferatu zeigte durch seine Anwesenheit, dass auch er sich an der Jagd auf Bertram und Brunn beteiligen würde. Die Flagge für die Ventrue hielt der Dux Venationis der Blutjagd, Suredin, in Begleitung des „Majors“, seines Ghuls, hoch. Auch seine beiden Clansgeschwister von Burgund und Hohenzollern befänden sich in der Gewalt von Brunn. Als dann auch noch Jen verkündete, sie habe sich am Montag und Dienstag Abend vor Henriettes Haus zusammen mit Twopack die Beine in den Bauch gestanden und erfolglos auf sie gewartet und sei dann alleine losgezogen, um zumindest auf gut Glück nach den Nosferatu zu suchen. Die Nachricht, dass Henriette bereits seit fast einer Woche verschwunden sei und niemand etwas gewusst habe, löste einen Sturm der Entrüstung aus, den die Gangrel mit dem Hinweis umgehend ihren Primogen informiert zu haben, damit er es weiterleite, geschickt von sich ablenken konnte.

Hoch her gingen die Diskussionen um die Erfolge und Misserfolge der letzten Nächte, in denen Brunn einen Großteil der Domäne immer wieder an der Nase herumgeführt hatte – sei es durch einen fingierten Lkw-Unfall, die Entführung Henriettes, von Burgunds und Hohenzollerns oder durch das Niederschießen Frankes auf offener Straße und die anschließende Entführung des Tremere aus der Pathologie – und nicht wenige, wenn auch meist gut getarnte, Schuldzuweisungen wurden ausgetauscht. All dies wurde, gut vor den Blicken der Anwesenden verborgen, von Brunn dreist beobachtet. Irgendwann schien es den Nosferatu zu bunt zu werden und er machte mit einer Notiz in dem Buch, in das Frau Wächter alle Informationen schrieb, die ihr mitgeteilt wurden, auf sich aufmerksam. Die allgemeine Unruhe, die daraufhin ausbrach, konnte man schon fast als Panik bezeichnen. Türen wurden versperrt, Fenster verrammelt. Und all das nur, um Brunn nicht entkommen zu lassen (obwohl keiner mit Sicherheit sagen konnte, ob er sich überhaupt noch im Haus aufhielt). Das eingesperrt sein machte einigen – vor allem einigen Gangrel – sichtlich zu schaffen und trug nicht gerade zur konstruktiven Stimmung bei. Im Laufe der weiteren Diskussion forderte Brunn die Anwesenden zu einem Spielchen heraus und gab ihnen ein Rätsel, das zu einem toten Briefkasten führen sollte, in dem Informationen zu finden seien, wo sich die Geiseln befänden. Kurze Zeit später machte sich eine Delegation – bestehend aus Erich, Suredin mit dem Major, von Braunstein, Gundlach, Lane, Amar und Sam auf in Richtung Bielefeld, wo sie bei dem Briefkasten einen Zettel mit der Adresse einer nicht mehr genutzten Klinik in Werther fanden. Schnell machten sie sich auf den Weg, doch kaum wieder angefahren, wurde Suredins Limousine in einen Unfall verwickelt, der zum Glück keine Verletzten forderte und schnell abgewickelt werden konnte. In Werther angekommen, konnten in dem leerstehenden Gebäude schnell drei der Geiseln ausgemacht und befreit werden. Die beiden Tremere Franke und Richter und auch die Toreador Henriette konnten mehr oder minder unverletzt befreit werden und wurden schnellstens in Sicherheit gebracht.

Während sich die beiden Tremere erst in die Chantry begaben, wurde Henriette zum Haus den Prinzen gebracht, wo dieser in der Zwischenzeit eingetroffen war. Nach einer frohen Umarmung gab es eine schallende Ohrfeige für den Ventrue und kurze Zeit später verließ der Prinz mit einer immer noch aufgebrachten Henriette das Treffen. Die Freude über die Befreiung der Entführten währte nicht lang, denn schon bald tauchten erneut Zettel von Brunn auf, in denen er die Anwesenden verspottete. Eine Unterredung von Suredin, Erich und Gundlach, in der sie mit dem Nosferatu hinter verschlossenen Türen verhandeln wollten, wurde nur kurze Zeit später von den Gangrel mit Unterstützung von Jack gestürmt. Das nur Sekunden dauernde Handgemenge in dem überfüllten Raum bescherte Brunn ein schnelles Ende. Trotz des lautstarken Protestes seitens Suredins, der dem Nosferatu eine faire Hinrichtung geben wollte, obsiegte der Mob und Brunn wurde vernichtet.

So ganz ungetrübte Freude wollte jedoch nicht aufkommen, war zwar immerhin einer der Flüchtigen gefasst und seiner gerechten Strafe zugeführt. Doch der gefährlichere der beiden befand sich immer noch auf freiem Fuß. Ein Flyer des Freilichtmuseums in Detmold mit einem handschriftlichen Code darauf, birgt die Hoffnung, dass dies eine Spur zu Bertram ist, die hoffentlich rechtzeitig entschlüsselt werden kann, um die Blutjagd endlich zu beenden.

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