16/01/10

Kurz nach Sonnenuntergang des 16.01. ging bei jedem Kainskind der Domäne Teutoburg eine SMS von der Geißel ein, sich „aus gegebenem Anlass“ möglichst umgehend beim Haus des Prinzen einzufinden. Dieser kurzfristigen Aufforderung kamen insgesamt etwa ein Dutzend Kainiten eines jeden Clans in Teutoburg, mit Ausnahme der Toreador nach und sogar der Malkavianer von Deust erschien zusammen mit seinem Clansbruder Hamisch. Nachdem Erich eine für ihn angemessene Zeit auf alle Ankömmlinge gewartet hatte, verkündete er den Grund seiner Aufforderung zu diesem Treffen.

Am gestrigen Abend sei es zu einem Angriff auf den Brujah-Ahnen HenRick Nachtigall gekommen, bei dem dieser gepflockt und sein Childe Tatjana Wolff vernichtet worden sei. Nachdem diese Bombe geplatzt war, begann nach einer Schrecksekunde, um das Gehörte zu verdauen, ein blinder Aktionismus. Theorien über die Hintergründe wurden aufgestellt und im nächsten Atemzug wieder verworfen. Spuren wurden verfolgt, aber sie liefen alle ins Leere. Als dann die Gangrel Jen verkündete, sie würde sich in Hannover bei den Anarchen mal umhören, ob sich dort Geschichten oder Gerüchte zeigen würden, wurde sie direkt von Suredin und Franke der Untreue zur Camarilla bezichtigt. Nur dem Eingreifen Amars war es zu verdanken, dass diese Angelegenheit mit bloßen Worten ausgefochten und zumindest für diesen Abend nicht zu weiteren Sanktionen – von welcher Seite auch immer – führte.

Da das angekündigte Tribunal für den Malkavianer Hamisch von dem Prinzen nicht unterstützt wurde, forderte Suredin selbigen zum Duell auf das erste Blut, um zumindest den Streitpunkt offiziell aus der Welt zu schaffen. Um Mitternacht trafen die beiden Duellanten mit altertümlichen Duellpistolen aufeinander. Der erste Schuss von Hamisch traf das Ziel und ein wenig roten Blutes tropfte aus der Wunde des Ventrue, der nun seinerseits noch einen Schuss abgab und auch den Malkavianer leicht verwundete. Unter dem verhaltenen Applaus einiger Zuschauer und unter Kopfschütteln der restlichen, begaben sich alle wieder ins Haus, um den eigentlichen Zweck des Treffens weiter zu begehen. Die Suche nach einem Motiv und einem Schuldigen wurde fortgeführt. Konkrete Verdächtigungen kamen nur im Ansatz auf, wurden jedoch meist wieder im Keim erstickt. Erich wirkte die ganze Zeit über stark angeschlagen und äußerst reizbar, was auch dazu führte, dass er den Primogen der Malkavianer Gundlach quer durch den Raum schleuderte, als dieser ihm in gut gemeinter Geste die Hand auf die Schulter legte. Auch die Gangrel Jen bekam den Zorn des Brujah zu spüren, als sie ihm beim Rausstürmen im Weg stand.

Etwa zwei Stunden nach Beendigung des Duells löste sich dann das Treffen auch auf und alle gingen ihrer Wege mit dem Versprechen an Erich, das möglichste zu tun, um den Täter dingfest zu machen.

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