Die Blutjagden

In der bisherigen Geschichte Teutoburgs wurde auf folgende Kainiten die Blutjagd ausgerufen:


Kainiten auf der Flucht
Jahr der Blutjagd Name Clan Grund
1998 Wolfgang Schneider Brujah Elysiumsbruch
1999 Lt. Col. Robert William Stone Brujah Traditionsbruch
2006 Jo Brujah Traditionsbruch
2006 Jeannie Ventrue Traditionsbruch


Erfolgreiche Blutjagten
Jahr der Blutjagd Name Clan vernichtet
1508 Michael Glückhausen Brujah 1508
1535 Tom Toreador 1536
1809 Markus Knickmeyer Brujah 1809
1834 Natalie Brau Caitiff 1834
1915 Maximilian Sortek Caitiff 1918
1917 Johannes Bauhaus Tremere 1917
2001 Wilhelmina Kürschner Malkavian 2001
2003 Jonathan Toreador 2005
2005 Saskia Caitiff 2005
2005 Tenebra Caitiff 2005
2005 Michael Karmann Ventrue 2005
2006 Jessi Nosferatu 2007
2009 Jochen Brunn
Nosferatu 2009
2009 Wilhelm Bertram
Nosferatu 2009
1768 Franzius Boccart Ventrue 2015
1768 Katharina Boccart Ventrue 2015


Die Blutjagd

Die Blutjagd ist die schwerste Strafe, die man einem Vampir auferlegen kann. Theoretisch kann jeder Prinz eine Jagd auf jeden Kainiten ausrufen, der ihm missfällt. In der Praxis jedoch ist das nicht so einfach. Wenn er dies tut muss er sich sicher sein, dass andere Kainiten daran teilnehmen werden – aus welchen Gründen auch immer -, sonst bleibt die Ausrufung der Jagd wirkungslos, und der Prinz verliert sein Gesicht.

Manche Prinzen unterhalten eine „Stammtruppe“ trainierter Ghule oder Vampire, die als Exekutive dienen und die verfolgen, auf die Jagden ausgerufen wurden. Solche Gefolgsleute erhalten oft spezielle Privilegien, zu denen Geld, eine sichere Zuflucht und die besten Waffen gehören. Aber das ist eine gefährliche Politik: Denn was hält diese Truppe davon ab, den Prinzen zu stürzen? Und wenn die Macht des Prinzen von dieser Truppe abhängt, wer ist dann der Wahre Herrscher des Lehens?

In Gebieten, wo Prinzen schwach oder bestimmte Klüngel mächtig sind – üblicherweise in Städten -, haben, wie man weiß, schon Klüngel oder andere Kainitengruppen private Blutjagden veranstaltet. Aus welchen Gründen auch immer verurteilen Angehörige einer Gruppe einen oder mehrere Vampire zum Tode und gehen dann selber auf die Jagd. Das kommt dem Prinzen immer zu Ohren, aber vielleicht erst zu spät, oder vielleicht hat der Prinz auch zu wenig Macht, um den Mord zu verhindern. Eine Blutjagd die ohne Zustimmung des Prinzen stattfindet, wird stets mit einer zweiten beantwortet – diesmal mit Unterstützung des Prinzen gegen die Gesetzesbrecher. Wenn der Prinz diejenigen, die ihre eigene Jagd veranstaltet haben, nicht bestrafen kann, wird er üblicherweise gestürzt oder vernichtet, entweder von denen, die sich seinem Wort widersetzt haben, oder von anderen Ahnen, die erkennen, dass eine neue, hoffentlich wirkungsvollere Galionsfigur den Thron besteigen muss.

Bei einer Blutjagd ist die Aufrechterhaltung der Maskerade oberstes Gebot. Wenn der Gejagte gefangen wird, müssen er und seine Gehilfen sofort getötet werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann auch eine städteübergreifende Blutjagd ausgerufen werden.
Das Amaranth, die Diablerie ist NICHT gestattet!


Andere Formen der Bestrafung

Sie sind zwar selten, doch es gibt Verbrechen, die nicht durch Blutjagden bestraft werden. Manche Prinzen fürchten, zu drakonisch zu wirken, und rufen Jagden vielleicht nur sehr zögernd aus. Ein Prinz ist jedoch dazu verpflichtet, Übeltäter zu bestrafen, und das Zeigen von Nachsicht erschüttert die Machtstruktur. Das ist besonders wichtig wenn das Kind eines Prinzen in flagranti erwischt oder eines Verbrechens angeklagt wurde oder das Verbrechen mit stillschweigender Duldung des Prinzen geschah, etwa der Mord an einem Rivalen. In solche Fällen kann der Prinz vom Angeklagten verlangen, seine Unschuld durch irgendeine Aufgabe zu beweisen, etwa durch eine Queste.

Oft sind das derartige Herkulesaufgaben, dass nur die einfallsreichsten und schlausten Vampire ihrer Herr werden. Oft wird der Angeklagte durch mächtige Auspexkräfte oder über Nachrichten von Verbündeten aus der Ferne beobachtet. Diejenigen, die versuchen sich ihrer Aufgabe zu entziehen, werden sofort Ziel einer Blutjagd.


Brandmarkung

Kainiten können fast alle körperlichen Wunden ertragen, aber keine Verbrennungen. Daher werden Kainiten, die geringfügige Verbrechen begangen haben, in der Regel gebrandmarkt, damit alle sehen, welches Verbrechen sie begangen haben. Verstöße gegen die Ordnung der Domäne sowie Diebstähle sind die häufigsten Ursachen für die Brandmarkung. Wenn jemand für schuldig befunden wurde (oftmals aus einer Laune des Prinzen oder Sheriffs heraus), wird ihm ein Mal auf die Stirn oder auf den Arm gebrannt, in das man dann Salz reibt, um den Heilungsprozess zu verlangsamen. Je nach Schwere des Vergehens wird die Brandmarkung vielleicht alle paar Wochen wiederholt, um zu verhindern, dass das Mal verheilt.


Exil

Manche Verbrechen sind nicht so schwerwiegend, dass sie eine Blutjagd rechtfertigen, lassen aber die Verbannung des betroffenen Kainiten ins Exil angemessen erscheinen. Betroffene Kainiten werden dann als Autarkis angesehen, gebrandmarkt und aus der Domäne ihres Prinzen ausgewiesen. Das Schicksal dieser Unglücksraben ist selten angenehm. Ohne Reche und ohne den Schutz eines Prinzen werden viele gejagt und erlegt. Die, die in andere Städte flüchten, werden normalerweise auch von dort fortgeschickt und müssen allein in der Wildnis überleben. Nur wenigen gelingt das. Andere rotten sich zusammen und bilden Banden von Gesetzlosen und Banditen. In kainitischen Kreisen werden diese Ausgestoßenen Furores genannt.


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