Die Werwesen
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werde den Tod ich bringen.
Der Mond begleitet mich,
auf der Suche nach dem wahren Ich.
Ihr wollt von mir Unsterblichkeit,
doch was ich bringe ist Vergänglichkeit.
Ihr werdet vergehen durch meine Hand,
werdet findet was ich nie fand.
Des Todes süßen Atem spüren,
lasst Euch von mir verführen.
Ich zeige Euch neue Welten,
in denen andere Gesetze gelten.
Die Kraft in Euch verschafft Euch grenzenlose Macht,
doch wehe dem, um dessen Verstand sie ihn gebracht.
Er wird zum mordenden Menschen schlechthin
Und ich werde den Tod bringen zu ihm.
Ich werde es tun müssen,
denn er wird wissen,
was der Mond uns geben kann,
gelöscht wird Dein Name dann.
Ich werde den Mond ansingen.

“Ja! Wir sind da und somit gibt es uns auch.
Unser Gebiet erstreckt sich von Nord nach Süd und von Ost nach West.
Betretet UNSER Gebiet und wir zerreisen euch. Das Gebiet was ich meine ist das Wiehengebirge, der Teutoburger Wald und das Hücker Moor und noch das eine oder andere Waldstückchen oder die eine oder andere Wiese.”
In der Domäne Teutoburg gibt es anscheinend zwei oder drei verschiedene Fraktionen von diesen Bestien. Die einen sind im Wiehengebirge und die anderen im Teutoburger Wald zu hause. Die Wolflinge im Teutoburger Wald scheinen brutaler zu sein, während die aus dem Wiehengebirge etwas friedlicher scheinen. Es gibt einen Namen den wir kennen – Elias.
Irgend jemand erzählte mir einmal, dass es viele Realitäten gibt. Jeder Mensch erlebt seine eigene Wirklichkeit. Können wir uns wirklich hinstellen und einen Menschen für geisteskrank erklären, nur weil er einen anderen Glauben hat, nämlich den, ein Werwolf zu sein?
Vielleicht empfindet er sich als Bestie, die hin und wieder ausbricht, wenn ihn die Zivilisation erbarmungslos unterdrückt. Haben wir nicht alle schon einmal darüber nachgedacht? Gerade, wenn uns der Chef mal wieder angeschrieen hat, das Finanzamt eine Mahnung schickte, oder der Fahrer auf der Autobahn hinter uns seine Lichthupe benutzte, um uns auf die Seite zu scheuchen. Wer hat da nicht gedacht: “Nur ein kleiner Schlenker nach links und ich blase dich von der Piste!”
Nun, ich frage mich hin und wieder, welche Menschen ehrlicher sind. Solche, die ihrer Wut freien Lauf lassen, oder solche, die stets freundlich einem irgendwann in den Rücken fallen?
Gesetzt den Fall es gibt Werwölfe, wie sähe ihr heutiger Lebensraum abseits von Wäldern aus? Gut, Wolfen habe ich auch gesehen und diesen Film kann ich nur empfehlen, aber waren die meisten der Lykanthropie Angeklagten nicht Einzelgänger? Wo kann man heute noch seine Individualität ausleben? Sich zurückziehen? Der Schlüssel liegt in der Anpassungsfähigkeit. Heute streifen des Nachts Wölfe durch die rumänischen Vorstädte und die Menschen haben keine Furcht. Sie stehen frühmorgens an Bushaltestellen, während ein Wolf auf der anderen Straßenseite entlang läuft, zurück in den Wald, der schon lange nicht mehr zur Nahrungssuche ausreicht. Beide Parteien sehen sich und wissen voneinander.
Vielleicht sind wir auch heute schon so gleichgültig, dass wir außerhalb unseres Arbeitslebens nichts mehr wahrnehmen können und wollen.
Die heutigen Wissenschaftler haben heute ganz andere Lösungsansätze für die Werwolf-Hysterie der Vergangenheit. Sie sind der Meinung, dass in sehr kalten Wintern die Menschen sich von ihrer gelagerten Nahrung ernähren mussten und diese mit Pilzen oder Mutterkorn verseucht waren. Befanden sich also damals ganze Städte und Gemeinden im kollektiven Drogenrausch? Brach die Paranoia aus? Übrigens vermutet man hinter den Hexenprozessen von Salem die gleiche Ursache.
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