Tageszeitungen 2005
Menü: Tageszeitungen|Neue Osnabrücker Zeitung, 03.02.2005
Osnabrück – Gestern wurde um ca. 17.45 Uhr eine junge Frau türkischer Herkunft von mehreren Unbekannten in der Hamburger Straße überfallen und brutal zusammengeschlagen. Die Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus an schweren inneren Blutungen. Die Polizei vermutet die Täter im rechtsextremen Umfeld. Sachdienliche Hinweise an 0541/XXXX.
Gütersloher Kreisblatt, 05.02.2005
Gütersloh. Die rechtsextreme NPD hat für Freitag, den 11.2. eine Demonstration in Gütersloh unter dem Motto “Soziale Gerechtigkeit ist nationale Aufgabe” angemeldet. Erwartet werden einige hundert Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Polizei erwartet massive Ausschreitungen, da linke Organisationen eine Gegendemonstration angemeldet haben. “Die Bürger würden angewiesen, am Freitagnachmittag den Innenstadtbereich weiträumig zu umgehen”, so ein Polizeisprecher.
Mindener Tageblatt, 07.02.2005
TIERE ENTKOMMEN
Minden. Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag drangen Unbekannte in das Mindener Tierheim ein. Die Täter ließen fast alle Tiere freie. Lediglich ein paar Zwerghasen, Meerschweinchen und ähnliches wurde in den Käfigen belassen. Ansonsten wurde nichts gestohlen, nicht einmal der nagelneue Computer wurde angerührt. Im Gegensatz zu den meisten solcher Fälle gibt es kein Bekennerschreiben und auch keinerlei Vandalismus. Tierfänger sind unterwegs, um vor allem die nun streunenden Hunde wieder einzufangen. Sollte Ihnen ein Tier mit einem Halsband des Tierheims auffallen, wenden Sie sich bitte an Herrn Rahfranke, den Leiter der Einrichtung unter 0571/xxxxxxxxxx.
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EINBRUCH IN REPTILIENHANDLUNG
Minden. Samstagnacht wurde eine Reptilienhandlung an der Marienstraße Ziel eines Einbruchs. Die Täter machten zunächst die Alarmanlage unbrauchbar und drangen schließlich durch eine Hintertür in den Laden ein. Einige Aktenordner wurden durchwühlt, ehe sich die Einbrecher mit dem Computer von dannen machten. “Ich kann mir nicht erklären, warum die Täter sich an den Akten zuschaffen machten und schließlich den fast neuen Flachbildschirm und Drucker stehen ließen.” So Herr Junghans, Besitzer des erst vor einem halben
Jahr eröffneten Geschäfts. “Aber das seltsamste ist, dass sie die Schlangen gefüttert haben.”
Die Polizei bittet Sie um Ihre Mithilfe. Zeugen, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen Mitternacht etwas ungewöhnliches an der Marienstraße gesehen haben, können dies unter 0571/xxxxxxx angeben.
diverse Tageszeitungen der Region, 16.02.2005
Münster – Am Montagabend wurde in Münster der Jugendtreff Anatolia Ziel eines Brandanschlags. “Der Treffpunkt vor allem türkischstämmiger Jugendlicher war in der Vergangenheit des öfteren Ziel rechter Provokationen”, so die Polizei Münster, “aber wir vermuten hier einen gezielten Anschlag auf die jungen Menschen”. Inwieweit der Vorfall zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft bei türkischen Jugendlichen führen kann, könne zu diesem Zeitpunkt nicht beantwortet werden.
Tageszeitungen, 15.2.2005
RECHTSEXTREMER ANSCHLAG MITTEN IN BIELEFELD
Bielefeld. Gestern wurde die Filliale der Wong-Wäscherei in der Lindenstraße in Bielefeld Ziel eines “Räumkommandos”. Flugblätter am Tatort verkündeten rechtsextreme Parolen und die Absicht, “den Betrieb zu arisieren”. Hintergrund könnte die Übernahme der Wäscherei vor wenigen Monaten durch die Firma Wong sein, die die Kündigung der deutschstämmigen Belegschaft nach sich zog. Die Polizei ermittelt, Hinweise bitte unter XXX-XXXX
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LKW-KLAU DOCH NICHT BEENDET
Herford. Die LKW-Diebstähle im Kreis Herford und Umgebung gehen weiter. Nach der Festnahme einer dreiköpfigen Bande im Januar sind nun erneut Sattelzüge in Kirchlengern und im Kreis Gütersloh verschwunden. Die Herforder Polizei geht darum davon aus, dass nur ein Teil der Diebesbande geschnappt werden konnte. Die Beute wird häufig in leer stehenden Fabrikgebäuden, Scheunen oder Resthöfen vor dem Abtransport nach Osteuropa umgebaut. Die Polizei bittet um Hinweise.
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TOLLWUT DURCH ORGANSPENDE
Osnabrück. Erstmals in Deutschland haben sich sechs Patienten durch Spenderorgane wahrscheinlich mit lebensgefährlicher Tollwut infiziert. Drei Patienten in Hannover, Marburg und Hannoversch-Münden seien vermutlich an Tollwut erkrankt, berichtete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO).
Für sie bestehe nahezu keine Hoffnung, ihr Leben retten zu können, sagte der Ärztliche Direktor des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, Manfred Thelen, am Abend. Drei Menschen in Heidelberg und Mainz hätten ebenfalls Organe der “höchstwahrscheinlich” mit dem tödlichen Virus infizierten Spenderin erhalten, ihnen gehe es aber gesundheitlich gut.
“So etwas hat es in Deutschland noch nie gegeben”, sagte DSO-Vorstand Prof. Günter Kirste. “Allerdings ist uns ein vergleichbarer Fall aus den USA vom letzten Sommer bekannt.” Tests am Hamburger Tropeninstitut und an der Universitätsklinik Essen sollen klären, ob die Spenderin tatsächlich mit Tollwut infiziert war. Mit einem abschließenden Ergebnis werde bis spätestens Donnerstagvormittag gerechnet, sagte der Geschäftsführende Arzt der DSO für Baden- Württemberg, Werner Lauchart, in Heidelberg.
Die 26 Jahre alte Organspenderin, der im Dezember in Osnabrück Lunge, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Leber und Augenhornhäute entnommen worden waren, habe keine Tollwut-Symptome gezeigt. Alle Organe seien vor der Transplantation auf Bakterien, Viren oder Tumore untersucht worden, betonte Lauchart. Ärztliche Fehler hat es nach DSO-Angaben nicht gegeben.
Die junge Frau hatte nach Konsum von Kokain und Ecstasy einen Herzstillstand erlitten, wie Thelen mitteilte. Nach Problemen bei der Wiederbelebung sei in der Osnabrücker Paracelus-Klinik der Hirntod eingetreten. Über Familienangehörige sei erst jetzt bekannt geworden, dass die Frau im Sommer des vergangenen Jahres engen Kontakt zu einer wegen Tollwutinfektion im Krankenhaus behandelten Person hatte. Damals entzog sich die junge Frau wegen ihrer Sucht den Untersuchungen.
“Leider ist es medizinisch nicht möglich, solche seltenen Infektionen im Voraus – trotz umfassender Untersuchungen des Organspenders – auszuschließen. Ein potenzielles Restrisiko durch solche Infektionen bleibt somit bei jeder Transplantation bestehen”, erläuterte Kirste. Dieser bedauerliche Ausnahmefall dürfe aber auf keinen Fall die Wichtigkeit der Organspende und Transplantation als etabliertes Behandlungsverfahren in Frage stellen.
Die Medizinische Hochschule Hannover berichtete, ihre betroffene Patientin befinde sich in einem kritischen Zustand. Ob akute Lebensgefahr besteht, wollte die Hochschule nicht angeben. Auch der Zustand von zwei Patienten in Marburg und Hannoversch-Münden ist nach Klinikangaben kritisch. Eine spezifische Tollwut-Therapie gibt es nicht. Zu den Symptomen zählt nach den Worten Thelens unter anderem, dass der Patient eine krankhafte Angst vor Wasser zeige.
Vor Ausbruch der Krankheit ist aber auch nach der Infektion noch eine Impfung möglich. Zwischen Infektion und Ausbruch der Tollwut können Wochen bis Jahre vergehen. In der Osnabrücker Klinik wurden vorsorglich alle Mitarbeiter, die mit der Spenderin und den Empfängern zweier Augenhornhäute Kontakt hatten, geimpft. Eine Hornhaut sei inzwischen vorsorglich durch ein neues Spenderorgan ersetzt worden.
Tageszeitungen, 21.02.2005
ANSCHLAG AUF GRENZDURCHGANGSLAGER
Bramsche – Am Samstag Abend spielten sich “Szenen wie in Rostock” (Augenzeuge) ab. Mehrere maskierte Täter stürmten die Landesaufnahmestelle in Hesepe, überwältigten das Wachpersonal, und steckten die Unterkunft der Asylbewerber in Brand. Anwohner hörten angeblich Schüsse, die Feuerwehr zählte am Morgen ca. 15 Tote und 43 Verletzte. Eine Gefahr für die Anwohner bestand nicht.
Während des Brandes versammelten sich an die 200 Schaulustige, die johlend das Pogrom verfolgten.
Der zuständige Staatsanwalt erklärte, dies sei der wohl schlimmste Fall rechten Terrors seit dem Untergang des Dritten Reiches. Der
Verfassungsschutz sei informiert, und die Kripo hätte in Zusammenarbeit mit anderen Behörden bereits eine SOKO eingerichtet.
“Wir nehmen die Bedrohung sehr ernst”, so ein Polizeisprecher.
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TOTE DURCH ORGANSPENDE
Osnabrück. Bereits letzte Woche wurde bekannt, dass Spendeorgane einer jungen Frau aus Osnabrück die Empfänger mit Tollwut infizierten. Inzwischen sind zwei der Patienten verstorben. Andere schweben weiterhin in Lebensgefahr. “Trotz dieses äußerst bedauerlichen Falls ist die Organspende für viele Patienten auch weiterhin die einzige Chance auf ein weiteres Leben.”, so ein Sprecher der Paracelsus-Klinik in Osnabrück, von wo die Organe nach ganz Deutschland verschickt wurden. “Dies sollten wir im Angesicht der momentanen, äußerst erschreckenden Fälle keinesfalls vergessen. Die Medizin tut ihr bestes, um Infektionen zu vermeiden.” Wie wir bereits berichteten, ist Tollwut eine Krankheit, die leider in einer solchen Situation nicht nachzuweisen ist. Allerdings ist ihr auftreten in
Deutschland eher selten. Die Ereignisse zeigen uns allerdings, wie wichtig es ist, dass sich alle Personen, die mit Tollwutpatienten Kontakt hatten, bei einem Arzt melden.
Zeitungen, 23.02.2005
KINDER IN SCHLOSSGRABEN ERTRUNKEN
Löhne. Am gestrigen Dienstag machten einige Löhner Schüler eine grausige Entdeckung, als sie sich zum Eislaufen an der Ulenburg trafen. Drei ihrer Spielkameraden, mit denen sie sich noch am Vortag auf dem zugefrorenen Schlossgraben vergnügt hatten, lagen tot im Wasser. Offensichtlich waren die drei 11- und 12-jährigen Jungen am Montag noch länger geblieben, als ihre Freunde bei Einbruch der Dunkelheit nach hause gingen. Dabei muss es zu dem tragischen Unfall gekommen sein. Das an sich feste Eis brach anscheinend ein und alle drei ertranken in dem eiskalten Wasser, das sie unerbittlich nach unten zog.
In Anbetracht dieses schrecklichen Vorfalls bittet ein Sprecher der Polizei die Bevölkerung um besondere Vorsicht. Die trügerische Sicherheit auf den ruhigen Gewässern der Umgebung verleite viele zu gefährlichem Verhalten. Man solle doch besser die regulären Eisbahnen nutzen.
Mindener Tagesblatt, 7.3.2004
ERFOLG GEGEN RECHTEN TERROR
Minden – Am gestrigen Donnerstag gelang es der Polizei Minden, ein Waffenlager der rechtsextremen “Kameradschaft Freies Westfalen” auszuheben. Neben Gaswaffen wurden auch dutzende Pistolen, Sturmgewehre, Handgranaten und hunderte Schuss Munition gefunden. Fünf Neonazis wurden festgenommen. Die Polizei sprach von einem großen Erfolg gegen den rechten Terror.
Neue Osnabrücker Zeitung, 09.03.2005
STAATSANWALTSCHAFT ERMITTELT GEGEN NEONAZIS
Wenige Wochen nach dem Brandanschlag auf die Landesaufnahemestelle Hesepe hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück Haftbefehl gegen mehrere Tatverdächtige aus dem Landkreis Osnabrück erlassen.
Wie Oberstaatsanwalt Lenßen mitteilte, wäre gegen mehrere junge Männer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.
Tageszeitungen, 12.3.2005
BOMBENANSCHLAG AUF POLIZEI
Minden – Genau eine Woche nach dem erfolgten Schlag gegen gewaltbereite Rechtsextreme (wir berichteten) wurde das Mindener Polizeirevier Ziel eines Bombenanschlags. Niemand wurde verletzt, allerdings erlitt der Fuhrpark des Reviers erheblichen Sachschaden. “Bisher ermitteln wir noch in alle Richtungen, allerdings deuten der verwendete Sprengstoff und seine Anbringung auf Täter aus dem autonomen Umfeld hin”, so ein Polizeisprecher.
Osnabrücker Zeitung, 16.3.2005
MORDANSCHLAG AUF STAATSANWALT MISSLUNGEN
Osnabrück. Auf den im Fall des Brandanschlags von Hesepe ermittelnden Oberstaatsanwalt Lenßen wurde gestern ein Bombenattentat verübt. Der Wagen des Staatsanwaltes wurde offenbar durch Fehlzündung des Sprengsatzes förmlich zerrissen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück bestätigten uns gegenüber das gute Befinden Herrn Lenßens und betonte, dass man sich nicht einschüchtern ließe.
Mindener Tagesblatt, 21.03.2005
MINDEN HOCHBURG RECHTER GEWALT?
Minden. Die Meldungen über die Aktivitäten der Rechtsextremisten reißen nicht ab. Am vergangenen Wochenende gingen mehrere Jugendtreffs, Geschäfte und Einrichtungen der Stadt, die entweder Ausländern gehören oder größtenteils von ihnen benutzt werden, in Flammen auf. Die Polizei, die auf Grund des vergangenen Bombenanschlags auf ihre Zivilfahrzeuge angewiesen war, kam vielerorts zu spät. Der Sachschaden stehe noch nicht fest, so ein Sprecher der Stadt, werde sich aber im zweistelligen Millionenbereich bewegen.
Mindener Tageblatt, 21.05.2005
WERTVOLLES SCHWERT GESTOHLEN
Minden. Ein aufsehenerregendes Verbrechen wurde gestern Nacht im Heimatmuseum der Stadt Minden begangen. Gestohlen wurden ein etwa 160 cm langes Schwert aus dem 17. Jahrhundert, sowie mehrere antike Münzen. Sören L., ein Mitarbeiter des dort tätigen Wachschutzes, hat sich überraschenderweise zu dieser Tat bekannt. Wo das Diebesgut im Wert von ca 10.000 Euro jedoch verblieben ist, wollte der Täter noch nicht verraten. Die Ermittlungen dauern an.
Tageszeitungen, 30.05.2005
Neue Osnabrücker Zeitung
GESTOHLENES AUTO GEFUNDEN
Wallenhorst. Am Sonntag morgen fand ein Jogger auf einem einsamen Parkplatz einen dunkelblauen BMW 520 mit Hamburger Kennzeichen. Dem Mann fiel der Wagen deshalb auf, weil die Fahrertür offen stand. Als er ihn sich näher ansah, fiel auf, dass ein Fenster eingeschlagen war. Da die Polizei keine Scherben fand, ging sie davon aus, dass das Auto an einer anderen Stelle aufgebrochen worden sein muss. Weitere Nachforschungen ergaben, dass das Kennzeichen ebenfalls gestohlen war. Es gehörte eigentlich zu einem Hyundai, der in Hamburg gemeldet ist. Die Herkunft des Neuwagens (es waren lediglich 750 km auf dem Tacho) war zunächst noch ein Rätsel. Den entscheidenden Hinweis gaben gestohlene Nummernschilder aus Dresden, die in der Nähe des Hamburger Wagens gefunden wurden. Der BMW wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Dresden von einem Autozug gestohlen. Wie genau und warum der Wagen nun von Dresden über Hamburg nach Osnabrück kam, ist weiterhin unklar. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
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Mindener Tageblatt
SCHWERT WIEDER AUFGETAUCHT
Minden. Das vor 10 Tagen gestohlene Schwert stand am späten Sonntag Abend vor der Tür des Mindener Heimatmuseums. Wer es dort abgestellt hat, konnte bisher nicht geklärt werden. Untersuchungen ergaben, dass die Waffe gründlich gereinigt wurde. Dennoch konnte eine Benutzung nachgewiesen werden. Die Polizei sucht nun fieberhaft nach eventuellen Opfern. Trotz des Geständnisses hegt die Polizei nun Zweifel an der Täterschaft des Wachschützers, der gleich nach der Tat verhaftet wurde.
Tageszeitungen, 6.7.2005
VERSUCHTER RUFMORD
Belm. In der Nacht von Montag auf Dienstag brachten unbekannte an der Gaststätte “Zur Kurve” im Ortsteil Vehrte mehrere Plakate an und beschmierten die Wände mit Parolen gegen Nazis. “Einen unbescholtenen Bürger so zu verunglimpfen, ist eine Frechheit.”, so Wilhelm S., der Besitzer der Gaststätte. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise unter 05406/xxxxxxxxxxxxx.
Tageszeitungen, 11.7.2005
NEUE ERKENNTNISSE IM FALL DES VANDALISMUSVORFALLS
Belm. Nach neuesten Informationen scheint der Akt von Vandalismus, der vor einigen Tagen in der Gemeinde Belm verübt wurde, keine Tat eines Zufallstäters zu sein.
Im Fall von Sachbeschädigung in Höhe von mehreren Tausend Euro im Ortsteil Vehrte, bei dem das Gasthaus “Zur Kurve” mit Anti-Nazi Parolen beschmiert und mit entsprechenden Plakaten versehen wurde, gibt es neue Erkenntnisse.
Der oder die Täter scheinen sich ihr Opfer nicht zufällig ausgewählt zu haben. Nachforschungen ergaben, dass sich der Besitzer des Gasthauses, Wilhelm S., auf der Wahlliste der rechtsextremen Partei DVU für die kommenden Regionalwahlen in Osnabrück befand und sich somit um ein Mandat für diese Partei in der Stadt bewarb. Da dies den Vorwürfen der Täter entspricht, geht die Polizei davon aus, dass es sich um eine geplante Tat handelte. Dazu sagte ein Sprecher der Polizei: “Zur Zeit kann man davon ausgehen, dass die Täter Nachforschungen betrieben haben müssen und ihre Tat dementsprechend geplant haben. Wir verfolgen den Plan natürlich weiter.”
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ERNEUT GEFÄHRLICHE AUTORENNEN
Bielefeld. Nachdem illegale Autorennen auf der Herforder Straße im April Todesopfer forderten, gibt es nun einen neuen Höhepunkt in dem Wahnsinn. Es ist purer Zufall, dass bei einem Rennen in Nacht auf Sonntag, keine Person zu Schaden kam.
Nicht schlimm genug, dass die Polizei den Rennen anscheinend keinen Riegel vorschieben können, nun betätigen sich die leichtsinnigen Fahrer auch noch als Geisterfahrer. Bei einem der üblichen Rennen verließ ein junger Mann mit Kopftuch im Bereich einer Kreuzung seine Fahrbahn, um das Rennen im Gegenverkehr fortzusetzen. Seinem Gegner, ebenfalls ein Mann Anfang 30 schien dies nicht zu behagen, jedenfalls brach er laut Augenzeugen das Rennen ab und verließ die Szenerie. Auf der Gegenfahrbahn versuchte indes ein unschuldiger Golffahrer dem Geisterfahrer auszuweichen und seine Fahrt endete in einem geparkten Bulli. Zum Glück blieb der Fahrer unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich jedoch auf rund 15.000 Euro.
Der Täter beging Fahrerflucht. Wie sich inzwischen herausstellte, fuhren beide in gestohlenen Fahrzeugen, die am Sonntag Morgen bzw. Nachmittag verschiedenen Stellen in bzw. bei Bielefeld aufgefunden wurden.
Nachforschungen in der Szene ergaben, dass die beiden zuvor noch nie gesehen wurden. Beide werden beschrieben als Anfang 30, recht groß und mit kräftigem Körperbau. Der Unfallverursacher trug einen langen schwarzen Mantel und ein grünes Kopftuch. Sein Gegner in dem Rennen hatte lockiges Haar zu einem Zopf gebunden.
Zeugen werden gebeten, sich bei der zuständigen Polizeidienststelle zu melden.
Tageszeitungen, 02.08.2005
GESUNDHEITSSKANDAL IN ANGESEHNEM GASTHAUS
Belm. Das Gasthaus “Zur Kurve” (das in den vergangen Wochen schon mehrfach Schlagzeilen machte) wurde nach einigen beunruhigenden Erkenntnissen der Polizei und des Gesundheitsamtes geschlossen. In der Nacht von Freitag den 29.7. auf Samstag den 30.7. klagten zu späterer Stunde einige der Gäste über Übelkeit und verließen die Gaststätte. Drei ältere Herren, die sich unter diesen befanden brachen auf dem Weg nach draußen plötzlich zusammen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch die
anderen Gäste wurden vorsichtshalber zu einer Untersuchung gebeten. Dabei stellte sich eine beginnende Infektion mit Salmonellen heraus, sowie bei einigen Personen Vergiftungserscheinungen, hervorgerufen durch Rattengift. Eine spätere Untersuchung des Gesundheitsamtes stellte beunruhigende Mängel an Hygiene in der Gaststätte fest. Der Verdacht auf Salmonellen bestätigte sich. Auch Ungeziefer wie Kakerlaken und Ratten wurden von den Beamten des Gesundheitsamtes in der Gaststätte gesichtet und zur Untersuchung eingefangen. In der Sache des Rattengiftes, geht die Polizei von einem Unfall in der Küche aus, da dort in einem Schrank ein geöffneter Vorrat eines einschlägigen Mittels gefunden wurde.
Tageszeitungen 05.08.2005
ERNEUT VANDALISMUS IN VEHRTE
Belm. Das Gasthaus “Zur Kurve”, das erst vor wenigen Tagen geschlossen werden musste, ist nach Angaben von Anwohnern Opfer einer Jugendgang geworden. Die etwas größere Gruppe von Jugendlichen hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zunächst einen Großteil der Fenster im Erdgeschoss zerschlagen und war danach in das Gasthaus eingestiegen, um dort die Einrichtung zu zerstören. Sie haben scheinbar auch einige Wertgegenstände entwendet, die sich dort befanden. Als die verständigte Polizei sich näherte, floh die Bande und versuchte noch mithilfe eines selbstgebastelten Molotov-Cocktails einen größeren Brand zu verursachen. Die Polizeibeamten konnten den Brand allerdings sehr schnell eindämmen, allerdings entkamen so die Täter. Die Polizei geht nun davon aus, dass diese Gruppe auch für früheren Vandalismus verantwortlich zu machen ist. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise an 05406/XXXXXXX.
Tageszeitungen 08.09.2005
EINBRUCH IN TIERHANDLUNG
Osnabrück. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist ein unbekannter Täter in eine Tierhandlung an der Natruper Straße eingebrochen. Nach Angaben des Geschäftsführers wurden neben dem Wechselgeld in der Kasse (rund 180 Euro) mehrere Kleintiere wie Ratten, Mäuse und Kaninchen sowie einige Skorpione entwendet. Außerdem fehle eine Katzentransportbox. Die Ermittlungen der Polizei ergaben bisher, dass es sich um einen männlichen Einbrecher handelt. Sollten Sie in der fraglichen Nacht zwischen 2:15 und 3:00 etwas verdächtiges bemerkt haben, melden Sie sich bitte unter 0541/xxxxxx.
Tageszeitungen, 19.09.2005
LEERSTEHENDES HAUS ABGEBRANNT
Löhne. Am späten Sonntag abend ist in der Rickertstraße ein leerstehendes Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern abgebrannt. Das Feuer in dem am Waldrand relativ einsam stehende Haus wurde von Nachbarn erst so spät bemerkt, dass die Feuerwehr lediglich einen Übergriff der Flammen auf den Wald verhindern konnte. Das Haus jedoch konnte nur noch kontrolliert abgebrannt werden. Wie der Brandsachverständige Jochem uns mitteilte, handelt es sich eindeutig um Brandstiftung. Warum jedoch das seit einigen Monaten nicht bewohnte Haus angezündet wurde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt.
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Tageszeitungen im Osnabrücker Raum
GESTOHLENE TIERE GEFUNDEN
Osnabrück. Am gestrigen Sonntag mittag entdeckten Passenten auf der Baustelle am Berliner Platz eine Katzenbox, in der verschiedene Kleintiere eingesperrt waren. Wie sich heraustellte, stammten sie aus dem Einbruch in eine Tierhandlung an der Natruper Straße letzten Dienstag (wir berichteten). Unweit der Box fand sich eine kleine Schachtel, in der sich die ebenfalls gestohlenen Skorpione befanden. Ein Polizeisprecher teilte uns mit, dass der Fund des Diebesguts die Aussage des bereits Ende der Woche verhafteten Täters bestätigt. Dieser behauptet nämlich, von einem Mann Ende 20 angeheuert worden zu sein, der ihm Geld gegeben habe, damit er die Tiere für ihn stehle. “Vermutlich hat dieser Auftraggeber irgendwie mitbekommen, dass sein Handlanger festgenommen wurde und kalte Füße bekommen”, so Günther Kasten von der Osnabrücker Kripo. Erneut bittet die Polizei um sachdienliche Hinweise unter 0541/xxxxxxx.
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Tageszeitungen im Raum Münster
WOHNUNGSBRAND
Münster. In der Nacht von Samstag auf Sonntag brannte in der nördlichen Innenstadt eine Wohnung in einem vorwiegend von Studenten WG’s bewohnten Haus fast vollständig aus. Es ist fast ein Wunder, das keine weiteren Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die schnell alarmierte Feuerwehr konnte hier schlimmeres verhindern. Wie es scheint, hatten die Mieter kurz zuvor das Haus verlassen und hatten vergessen, einige Kerzen zu löschen. “Erneut zeigt sich, wie gefährlich der leichtsinnige Umgang mit offenem Feuer ist.” So ein Sprecher der Feuerwehr.
Tageszeitungen im Raum Herford, 03.11.2005
DEALER IN DISKOTHEK ERWISCHT
SICHERHEITSPERSONAL RIEF DIE POLIZEI
Herford. In der Nacht zum Dienstag wurden während der Einlasskontrolle an einer Diskothek an der Bünder Straße vom Sicherheitspersonal bei einem 21-jährigen Mann Betäubungsmittel entdeckt. Die Menge der aufgefundenen Betäubungsmittel lassen darauf schließen, dass der Beschuldigte vermutlich damit handeln wollte. Er wurde der Polizei übergeben.
Kurze Zeit später wurde die Polizei ein weiteres Mal zu der Diskothek gerufen. Diesmal war ein 29-jähriger Mann vom Sicherheitspersonal erwischt worden, der mehrere Ecstasy-Tabletten bei sich trug. In beiden Fällen sind Strafverfahren eingeleitet worden.
Tageszeitung, 21.11.2005
KIND BEI FEUER AUF ALTEM BAUERNHOF SCHWERST VERLETZT
Bad Laer – In der vergangenen Nacht kam es in Bad Laer zu einem Brand auf einem Hof etwas außerhalb des Ortes. Auf dem Gelände, das von einem Maler und seiner Familie bewohnt wird, brach gestern Nacht in der Scheune, in der der Künstler sein Atelier eingerichtet hatte, ein Feuer aus. Aus bisher ungeklärten Gründen befand sich die 5-jährige Tochter der Familie in dem Atelier und erlitt schwerste Brandverletzungen. Sie wurde sofort in die Uniklinik in Münster gebracht. Es ist derzeit fraglich, ob sie das Unglück überleben wird.
Der Sachschaden beläuft sich auf einen 6stelligen Betrag, es sind vor allem die Bilder dem Feuer zum Opfer gefallen. Nach Berichten der Polizei und der Feuerwehr lag der Brandherd außerhalb des Gebäudes, was eine Brandstiftung sehr wahrscheinlich macht. Die Polizei schließt einen Anschlag eines anderen Künstlers nicht aus. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
Tageszeitungen, 3.12.2005
BRANDOPFER SCHWER ENTSTELLT
ERMITTLUNGEN LAUFEN WEITER
Bad Laer. Die bei einem Feuer im Atelier ihre Vaters schwer verletzte 5jährige (wir berichteten) ist außer Lebensgefahr. Dennoch wird sie noch viele schmerzhafte Operationen über sich ergehen lassen müssen. Hauttransplantationen sollen die schlimmsten Verbrennungen soweit heilen, dass das Kind ein halbwegs normales Leben führen kann. Allerdings besteht kaum Hoffnung auf eine vollständige Genesung. “Ich habe eine riesige Wut.”, so der Vater des Mädchens. “Was hat meine kleine Prinzessin getan? Womit hat sie diese schrecklichen Leiden verdient?” Der Maler ist verzweifelt und apelliert noch einmal an die Bevölkerung, ob nicht doch jemand etwas in der Nacht vom 20. auf den 21. November 2005 bemerkt hat. “Der Täter soll zumindest zur Rechenschaft gezogen werden. Auch wenn das meiner Tochter nicht helfen wird, so wäre das doch ein kleiner Trost, dass der Gerechtigkeit genüge getan wird.”
Die Experten der Polizei haben inzwischen bestätigt, dass es sich um Brandstiftung handelt. Vom Täter gibt es derweil allerdings keine Spur. Um sachdienliche Hinweise wird weiterhin gebeten.
Tageszeitungen, 5.12.2005
ERNEUT DEALER GEFASST
Herford. In einer Diskothek an der Bünder Straße konnte erneut ein Drogendealer gefasst werden. Die Polizei führte auf einen anonymen Hinweis hin eine Kontrolle durch. So gelang es, einen etwa 25jährigen Mann festzunehmen, der eine neue Art Designer-Droge bei sich trug. Die gefundenen Mengen übersteigen mehr als deutlich die Grenze des sogenannten Eigenbedarfs. Wie inzwischen bekannt wurde, ist das Rauschgift zusätzlich mit Tiergiften versetzt worden. “So etwas habe ich noch nie gesehen.”, so ein Sprecher der Polizei. “Wir hoffen, dass dies kein neuer Trend wird.” In der besagten Diskothek wurden erst vor einigen Wochen zwei Dealer überführt. Der Geschäftsführer der vor etwa einem Jahr wieder eröffneten Disco dazu: “Unser Personal ist angehalten, die Augen offen zu halten. Das hat ja auch zu den Festnahmen vor einem Monat geführt. Es wird Zeit, dass den Verbrechern das Handwerk gelegt wird.”
Tageszeitungen im Raum Osnabrück, 14.12.2005
INDUSTRIELLER BEI RAUBÜBERFALL GETÖTET – MUTTER ERLIEGT SCHWEREM SCHOCK
Osnabrück. Wie erst heute bekannt wurde, wurde Dieter Karmann, Mitinhaber der Karmann GmbH, bei einem Überfall vor seinem Haus in der Gustav-Twer-Straße am vergangenen Samstag gegen 20.45 Uhr brutal niedergestochen. Das Opfer erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen, ehe Hilfe eintraf. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des in mehreren Vereinen aktiven Mitbürgers feststellen. Tragisch auch der plötzliche und unerwartete Tod seiner Mutter, die den Schock über die Nachricht vom Tod ihres Sohnes offenbar nicht verkraften konnte. Dr. Wilhelm Karmann, Cousin des Opfers, hat alle laufenden Termine abgesagt, und war bis dato noch nicht zu einer Stellungnahme bereit. Auskünften seines Büros zu Folge soll es eine kleine Trauerfeier im engsten Kreise geben.
Die Polizei fahndet bislang ergebnislos nach dem Täter. Hinweise bitte an 0541-xxxxxxxxx
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