Tageszeitungen, 13.1.2003

SELTSAME GESCHEHNISSE IM WALD

Melle. In einer Siedlung, in der Nähe eines kleinen Wäldchens bei Gesmold wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag beunruhigende Geräusche gehört. Herr N., ein Anwohner: „Ich wollte gerade ins Bett gehen, als ich Geschrei und Kampflärm hörte. Doch ich dachte zunächst, mein Nachbar hätte seinen Fernseher wieder so laut und dachte mir nichts dabei.” Doch als Herr N. am Sonntagmorgen auf seiner üblichen Strecke durch den Wald joggte, sah er, dass es wohl doch nicht der Nachbar war, der den Lärm verursacht hatte.

Die alarmierte Polizei sicherte einen tatsächlichen Kampfplatz, wie die Spuren vermuten lassen, so ein Polizeisprecher. „Die Beamten vor Ort fanden Spuren von Gerangel, Blut, Patronenhülsen und vor allem verbrannte Stellen, die von dem Einsatz eines Molotow-Cocktails sowie anderen Bränden, deren Ursache noch nicht geklärt ist, herrühren.” Ein Haufen Asche, sowie ein Kreis aus Erde lässt außerdem darauf schließen, dass die Kämpfenden zuvor irgendetwas – ein satanistisches Ritual? – im Wald getrieben haben.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mitwirkung bei der Suche nach den Tätern.


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MASSAKER IN SASSENBERG

Warendorf. In der Nacht von Samstag auf Sonntag brannte in dem kleinen Dorf Sassenberg im Kreis Warendorf ein Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern nieder. Als die Feuerwehr bei dem einsamen Haus eintraf, war nichts mehr zu retten. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Vorhänge und andere brennbare Einrichtungsgegenstände angezündet worden sein müssen, so dass ein Unglück ausgeschlossen werden kann.

Die Männer der Feuerwehr fanden zwei unterschiedlich stark verkohlte Leichen in den Trümmern. Eines der Opfer saß im Wohnraum in einem Sessel, das andere lag im Keller. Der Mann im Keller war vor dem Brand angeschossen worden, wie die Obduktion ergab. Er hatte sowohl eine Schusswunde im Rücken, als auch eine im Bauch, deren Kugeln definitiv aus zwei verschiedenen Waffen stammen.

Die weiteren Ermittlungen ergaben einen Zusammenhang mit der Einlieferung einer verletzten Frau ins Warendorfer Stadtkrankenhaus. Die 28jährige Marlies K. (Name von der Redaktion geändert) litt unter hohem Blutverlust. Ihren Angaben zufolge geschah dies durch Bisse in Hals und Handgelenk. Es konnten jedoch lediglich Bisswunden am Hals festgestellt werden. Die Frau lieferte eine genaue Beschreibung der Täter ab.

Die Polizei hält weitere Einzelheiten aufgrund der laufenden Ermittlungen zurück, bittet jedoch die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise.


Tageszeitungen, 24.1.03

NEUE ERKENNTNISSE DER SOKO SASSENBERG


- ZEUGIN ÄNDERTE IHRE AUSSAGE -


Warendorf. Wie am Donnerstag von der Polizei Warendorf bekannt gegeben wurde, hat die Zeugin Marlies K. (Name von der Redaktion geändert) ihre erste Aussage revidiert und nun den wahren Tathergang geschildert. Die Frau, die in Sassenberg als “leichtes Mädchen” bekannt ist, hatte zunächst von fünf Eindringlingen gesprochen, die schließlich drei Menschen töteten und ein Einfamilienhaus in dem Dorf anzündeten (wir berichteten).

Wie sich nun herausstellte, waren die fünf angeblichen Einbrecher, genau wie die Zeugin, zu einer kleinen Feier eingeladen. Bei den schwarz gekleideten Gästen handelte es sich um Satanisten, wie sich im Laufe des Abends herausstellte. Sie vollführten Blutrituale und töteten dabei zwei der anderen Gäste. Sven F., den Frau K. zunächst als getötet angab, dessen Leiche aber nie gefunden wurde, konnte entkommen, gilt jedoch seitdem als vermisst. Frau K. selber stellte sich tot, so dass sie nach Verschwinden der Satansjünger das brennende Haus schnell verlassen konnte.

Nach den Gründen ihrer ersten Falschaussage befragt, gab Frau K. an, sie hätte aus Angst vor den Satanisten so gehandelt. Jetzt habe aber ihr Gewissen sie gezwungen, die Wahrheit zu sagen.

Der Leiter der SOKO Speck ließ die bereits sogar im Fernsehen veröffentlichten Phantombilder zurückziehen und durch neue ersetzen. Nach Aussage der Zeugin sahen die Täter wie folgt aus:

4 Phantombilder…. [keinerlei Ähnlichkeit mit euch bekannten Personen]

Die SOKO Sassenberg bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.



Neue Osnabrücker Zeitung vom Montag, 19.5.2003, Lokalteil

GEWALTVERBRECHEN AUF OFFENER STRAßE? POLIZEI RATLOS

Die Polizei steht vor einem Rätsel. In der Nacht vom 17. 05 auf den 18. 05. beobachteten Passanten in Osnabrück in der Pagenstecherstraße gegen 3 Uhr vermutlich ein Verbrechen. Es wurde eine Gruppe von 5-7 Personen beobachtet, die offenbar eine junge Frau niederzuschlagen versuchte. Diese brach zusammen und wurde von der Täterin in einem silbernen Opel verschleppt. Zeugen berichteten, daß man die Verletzte kurz auf den Beifahrersitz, dann aber in den Kofferraum gepackt haben soll. Der Opel war laut Zeugenaussage zunächst eingeparkt, doch sollen ein großer schlanker Mann mit langen Haaren und die Täterin einen Mercedes SLK “hochgehoben und mit dem Heck in ein Feld gestellt” haben. Danach flüchtete die mutmaßliche Täterin mit zwei Mannern mit hoher Geschwindigkeit. Die Beamten der Polizei bezweifelten die Aussagen der Passanten anfänglich, doch nach ersten Untersuchungen wurden Blutspuren, die auf schwerste Verletzungen schließen lassen und Abdrücke von Reifen auf dem Feld festgestellt. Von Opfer und Täter fehlt jedoch bisher jede Spur. Das Opfer ist weiblich, etwa Mitte 20, und trug zur Tatzeit ein dunkles kurzes Kleid. Die Täterin wurde als große Endzwanzigerin in heller Bluse und dunkler Hose beschrieben. Für sachdienliche Hinweise melden sie sich bitte unter 0541- XXXXXXX oder bei ihrer örtlichen Polizeiwache.



Neue Osnabrücker Zeitung, Mittwoch, 21.5.2003, Lokalteil

FRAGLICHES GEWALTVERBRECHEN AUFGEKLÄRT

Schnelle Klärung gab es im Fall eines fraglichen Gewaltverbrechens. Passanten beobachteten in der Nacht von Samstag 17.05. auf Sonntag den 18. 05. 03 in Osnabrück in der Pagenstecherstr. gegen 3 Uhr eine Gruppe von 5-7 Personen, die eine Frau erst verletzt und dann entführt haben sollten. Wie sich nun aufklären ließ, handelte es sich bei dem angeblichen Verbrechen nur um eine Gruppe Jugendlicher, die Improvisationstheater spielten und mit Hilfe einiger Hilfsmittel es aussehen lassen konnten, als wäre dort eine schwere Straftat ausgeübt worden. Untersuchungen des dort gefunden Blutes ergaben, wie die Jugendlichen es bereits zu Protokoll gaben, das es sich wirklich nur um Kunstblut handelte. Die Täterbeschreibungen, die bei der Polizei eingingen waren ebenfalls identisch und das vorgebliche Opfer eine 24jährige Rothaarige ist gesund und munter.



Tageszeitungen von Freitag, 27.06.2003

BRANDSTIFTUNG IN ENGER

Am gestrigen Donnerstag brannte eine Scheune in der Nähe von Enger fast vollständig nieder. Zeugen berichteten von einer Explosion und die Polizei geht von Brandstiftung aus, da bei erster Untersuchung des Brandortes größere Mengen an Brandbeschleunigern gefunden wurden. Weiterhin entdeckte die Polizei einen ebenfalls ausgebrannten Kellerraum, der weder in den Bauplänen verzeichnet war, noch der Besitzerin der Scheune, die diese öfter als Party- oder Eventraum vermietet bekannt. Auch konnte sie sich eine Explosion nicht erklären, da in der Scheune weder explosive Stoffe gelagert wurden, noch eine Gasleitung existiert. “Die Ermittlungen laufen weiter”, so ein Sprecher der Polizei Herford. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden jedoch keinerlei Angaben über die Art der Explosion gemacht. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise unter 05221/XXXXXX oder auf jeder Polizeidienststelle.



Tageszeitungen, 30.06.2003

BRANDSTIFTUNG IN ENGER BESTÄTIGT

Am Donnerstag voriger Woche wurde in der Nähe von Enger eine als Partyraum genutzte Scheune ein Opfer der Flammen (wir berichteten). Die von der Polizei vermutete Brandstiftung hat sich nach Angaben des Landeskriminalamtes bestätigt. Norbert Burmann, ein Sprecher des LKA, äußerte die Vermutung, dass es bei der Brandstiftung einen höchstwahrscheinlich Bandenkriminellen Hintergrund gäbe, da im Keller der Scheune, der der Eigentümerin nicht bekannt war, Rückstände von Plastiksprengstoff gefunden wurden. “Diese Rückstände geben Anlass zu erhöhter Wachsamkeit, denn normalerweise sind solche Methoden nur in Kreisen des organisierten Verbrechens zu finden,” so Herr Burmann. “Außerdem wurden die Überreste von Abhöranlagen gefunden, so dass sich der Verdacht in diese Richtung noch weiter erhärtet. Das Feuer wurde gelegt, um Spuren zu verwischen. Wir ermitteln allerdings in alle Richtungen.”
Im Keller wurden die Überreste zweier Betten und verschiedene Kleidungsreste gefunden, so dass die Polizei von mehreren Bewohnern dieses Raumes ausgeht. Über eventuelle Leichen wurde nichts bekannt. Weiterhin wurde von Zeugen berichtet, die einen dunklen Mercedes neueren Baujahres mit Osnabrücker Kennzeichen vom Tatort haben wegfahren sehen. Der Wagen, in dessen inneren zwei Männer zu sehen waren, soll sich mit erhöhter Geschwindigkeit kurz nach der Explosion in Richtung Norden von der Scheune wegbewegt haben. Zeugen, die diesen Mercedes am Donnerstag morgen gegen 7.15 Uhr gesehen haben, werde gebeten, sich bei der Polizei unter 0521/XXXXXX oder auf jeder Polizeidienststelle zu melden. Es wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.



Tageszeitungen, 14.07.2003

MÜNSTER: BRANDSTIFTER HÄLT FEUERWEHR IN ATEM – 21 BRÄNDE GELEGT

Zwar sind es meistens nur kleine Dinge, die angezündet werden, zum Beispiel: Müllsäcke, Briefkästen und Abfallcontainer, allerdings wurden auch zwei Heuwagen und ein PKW in Brand gesetzt. Der bisherige Schaden beträgt ungefähr 100.000 Euro. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen diesen Taten eine Verbindung besteht.



Tageszeitungen, 13.8.2003

BRÄNDE NUN AUCH IM TEUTOBURGER WALD

Osnabrück. Die andauernde Trockenheit und Hitze fordert nun auch hier ihren Tribut. In den vergangenen zwei Tagen wurden gleich drei Brände im Teutoburger Wald entdeckt. Zwei hat die Feuerwehr schnell unter Kontrolle, der dritte bei Bad Essen jedoch erforderte den zusätzlichen Einsatz von Wehren aus vielen Nachbargemeinden, einschließlich eines Löschzuges aus Osnabrück sowie von Flugzeugen. Doch auch hier gab Heiner Wellendorf, Sprecher der Feuerwehren des Landkreises Osnabrück, inzwischen Entwarnung: “Die Kollegen haben nach stundenlangem Kampf das Feuer in den Morgenstunden unter Kontrolle bringen können.” Die Ursache der Brände ist noch unbekannt. “Wir können Brandstiftung jedoch nicht ausschließen”, so Wellendorf. “Deshalb geht noch einmal ein dringender Appell an alle Bürger, kein Glas oder gar brennende Zigaretten achtlos wegzuwerfen. Der Wald ist so trocken, da brennt alles wie Zunder.”


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BAUERNHOF VON KRÄHEN BEVÖLKERT

Bad Oeynhausen. Als ein Landwirt im Bad Oeynhauser Ortsteil Wulferdingsen am frühen Dienstag morgen aus dem Haus kam, um seine Kühe zu melken, sah er ein erstaunliches Bild: Unmengen von Krähen hatten sich überall auf seinem Hof niedergelassen, auf den Dächern, auf den Zäunen, den Bäumen und sogar auf dem Boden selber. “Das erstaunlichste war, dass sie vollkommen ruhig waren. Normalerweise hätten man eine solche Menge der Biester ja hören müssen. Aber sie gaben keinen Laut von sich”, so der erschrockene Besitzer.
Die Nachbarin Erna S. (69) meinte dazu: “Es ist ein Wunder, dass wir noch leben, die Vögel wollten sich rächen. Kennen Sie den Film “Die Vögel”? Genauso war es.” Auf die Frage unseres Reporters, warum die Vögel sich rächen wollten, antwortete sie: “Na, das ist doch klar. Der Walter hatte doch vor einigen Wochen eine Krähe geschossen und den toten Vogel als Mahnmal aufgehängt. Das lassen die sich nicht gefallen!”
Markus S., Vogelforscher an der Universität Bielefeld, jedoch wiegelte ab: “Ein Szenario wie bei Hitchcocks Thriller ist in der Realität undenkbar. Die Vögel sind nicht in der Lage, sich so sehr zu organisieren.” Eine Erklärung für das Phänomen jedoch hatte er auch nicht.
Die Vögel jedenfalls blieben noch eine Weile unbeeindruckt von dem Bauern und seiner Frau sitzen, ehe sie sich bei Eintreffen der ersten größeren Menschenansammlungen in die Luft erhoben.


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BRANDSTIFTER ERNEUT AM WERK

Münster.Um den Brandstifter von Münster war es längere Zeit ruhig. Doch in den letzten 5 Tagen kam es erneut zu Bränden, die seine Handschrift trugen. Wiederum handelte es sich zunächst um kleinere Feuer (z.B. diverse Müllcontainer oder ein Auto) und niemand kam zu schaden. Doch am gestrigen Abend brannte eine Scheune am Stadtrand von Münster. Obwohl aufgrund des beherzten Eingreifens des Bauern und seiner Nachbarn keine Gefahr für die umliegenden Gebäude bestand, brauchte die Feuerwehr mehrere Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.
Die Polizei setzt eine Belohnung auf Hilfe bei der Ergreifung des Täters in Höhe von 500,– Euro aus. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.


Tageszeitungen, 18.8.03

ERNEUTE WALDBRÄNDE

Porta Westfalica. In der Nähe des Kaiser-Wilhelm-Denkmals wurden am Wochenende mehrere Hektar Wald Opfer eines Feuers, das die Feuerwehr erst mit Hilfe der in Minden stationierten Bundeswehr Herr werden konnte. Der Brand war am frühen Samstag Abend etwa 500 m oberhalb des beliebten Ausflugziels ausgebrochen und fraß sich seinen Weg von den auffrischenden Winden angefacht über den Kamm des Gebirges. Eine Gaststätte und eine Startanlage für Drachenflieger wurden gänzlich vernichtet. Menschliche Opfer sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Ursache des Feuers scheint Brandstiftung zu sein. Entwarnung kann die Feuerwehr aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht geben. “Selbst wenn es nun einen Tag lang regnen würde, hilft es vermutlich nicht viel, nachdem wir wochenlang keinen Niederschlag hatten. Wir bitten deshalb weiterhin Wanderer besonders auf den Wald acht zu geben”, so ein Sprecher.


Neue Westfälische, 22.08.2003

ZEHNTER WALD- UND FLÄCHENBRAND


Herford. Seit Beginn der Trockenperiode am 21. Juli wurde die Feuerwehr der Stadt Herford gestern Morgen zu ihrem zehnten Einsatz in der Natur gerufen. Diesmal brannten an der Stedefreunder Straße rund 100 Quadratmeter trockenes Gras und Gestrüpp. Sieben Feuerwehrleute löschten den Brand mit einem C-Rohr.


Diverse Tageszeitungen der Region, 30.8.2003

FEUER IM NATURSCHUTZGEBIET


Spenge. Nun wurde auch das Naturschutz- und Naherholungsbiet Hücker Moor das Opfer von Flammen. Am Freitag morgen gegen 5 Uhr entdeckte ein Landwirt einen hellen Lichtschein über dem Wald. Er alarmierte die Feuerwehr, die den Brand erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle brachte. “Wir haben noch immer eine Brandwache aufgestellt, da im Boden weiterhin Glut glimmen könnte, die das Feuer auch nach Stunden erneut anfachen könnte.” Franz Meyer von der örtlichen Feuerwehr ist sich sicher, dass es sich um Brandstiftung handelt und fährt fort: ” Die Polizei ist eingeschaltet und ermittelt. Ich hoffe, der Täter wird gefasst. Denn er hat gerade in diesem Gebiet nicht nur seltene Pflanzen vernichtet, sondern auch den Lebensraum vieler Tiere zerstört.”
Eventuelle Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei unter 05227/xxxxxxx oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.


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BRANDSTIFTUNG IM FREDEN


Osnabrück. Am frühen Freitag morgen wurde erneut ein Feuer im Teutoburg Wald gelegt. Diesmal traf es ein Gebiet in der Nähe von Bad Iburg. Hermann P., Vertreter für Staubsauger, entdeckte den Brand im Freden kurz nach 4 Uhr, als er sich gerade zu einer Fortbildung in Stuttgart aufmachte. Durch seine schnelle Alarmierung der Feuerwehr konnte schlimmeres verhindert werden, obwohl mehrere Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen.

Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Ein Sprecher dazu: “Die Waldbrandgefahr ist stark gesunken, so dass gerade bei dem Regen, der in der Nacht fiel, eine Selbstentzündung des Waldes mit nahezu 100%er Sicherheit auszuschließen ist.” Um die laufenden Ermittlungen nicht zu stören, wurden nähere Einzelheiten zunächst nicht bekannt gegeben.


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SPARRENBURG VOR FLAMMEN GERETTET


Bielefeld. Das Wahrzeichen Bielefelds wurde am frühen Freitag morgen von der Feuerwehr vor Schaden gerettet. Um 6 Uhr riefen gleich mehrere Anwohner die Einsatzkräfte, in die Nähe der Burg, wo ein Waldbrand tobte. “Es gibt Beweise für Brandstiftung,” teilte uns der zuständige Beamte Heinz Stucke
von der Polizei mit. “Aufgrund der laufenden Ermittlungen kann ich Ihnen jedoch nicht mehr mitteilen.” Das Feuer fraß sich gefährlich nahe an die mittelalterliche Burg heran. Die ersten Kleingärten in der Nachbarschaft wurden schon Opfer der Flammen, ehe die Feuerwehr sie unter Kontrolle bekam.


Tageszeitungen vom 02.10.2003

FEUER AM HÜCKER MOOR

Und wieder scheint der Feuerteufel, der während des Sommers die Feuerwehr in Ostwestfalen in Atem gehalten hatte, zugeschlagen zu haben. Gestern Abend gegen 20.00 Uhr wurde die Feuerwehr zum Hücker Moor gerufen, da an dem dortigen See das ansässige Café samt angeschlossenem Bootsverleih in Flammen stand.

Die Polizei wollte gestern zwar noch nicht offiziell bestätigen, dass es sich um den gleichen Brandstifter handle, der auch schon für mehrere Feuer in den letzten Monaten, hauptsächlich im Teutoburger Wald und im Wiehengebirge, verantwortlich war, aber aus gut informierten Kreisen wurde die Vermutung geäußert, dass zumindest der selbe Brandbeschleuniger benutzt worden sei.

Es entstand ein Sachschaden von ca. 150.000 Euro.


Neue Osnabrücker Zeitung, 27.10.2003

FEUER IM ZOO


Der Osnabrücker Zoo beschäftigte am gestrigen Abend mehrere Feuerwehren der Stadt. Als gegen 21 Uhr der Alarm einging, wurde von einem brennenden Strohlager berichtet. Da sich dieses jedoch am Rande des Tierparks befand, drohten die Flammen auf den Wald überzugreifen. Und tatsächlich bot sich den Rettern ein wahres Flammenmeer als sie eintrafen. Bei Redaktionsschluss war der Brand noch nicht unter Kontrolle. Es besteht die Vermutung, dass es sich um Brandstiftung handelt.


Neue Osnabrücker Zeitung, 28.10.2003

BRANDSTIFTUNG BESTÄTIGT

Der am Sonntag Abend im Osnabrücker Zoo ausgebrochene Brand (wir berichteten) war tatsächlich Brandstiftung. Das Feuer war hatte im Zoo und auch im angrenzenden Teutoburger Wald erhebliche Schäden verursacht und die Feuerwehr war bis spät in den Montag Morgen damit beschäftigt, den Brand zu löschen. Die Polizei geht aufgrund des Brandbeschleunigers von dem selben Brandstifter aus, der seit Monaten die verschiedensten Brände gelegt hat. Ein Muster sei noch nicht zu erkennen, teilte ein Sprecher der Polizei mit, jedoch sei die Sonderkommission “Feuerteufel”, die Inspektionsübergreifend über die Städte und Kreise Bielefeld, Herford, Münster und Osnabrück zusammen arbeitet, auf mittlerweile 12 Beamte aufgestockt worden. Nähere Auskünfte zu dem Stand der Ermittlungen wurden nicht gegeben.



Tageszeitungen 29.11.2003

GEFASSTER BRANDSTIFTER ENTFÜHRT?

Wie erst jetzt bekannt wurde, gelang der Herforder Polizei im Fall einer seit dem Sommer andauernden Brandstiftungsserie der Durchbruch. Die Beamten konnten den Täter am Mittwoch morgen festnehmen, der sofort ein vollständiges Geständnis abgab.
Noch Mittwochnacht allerdings verschwand der Brandstifter schon wieder aus dem Gefängnis. Ein unbekannter Mann betrat das Polizeirevier und legte Papiere vor, die ihn als Mitarbeiter der Interpol auswiesen. Er nahm den Gefangenen in Handschellen mit. “Die Papiere schienen absolut echt”, so der in jener Nacht zuständige Beamte, “deshalb übergaben wir ihm den angeblich europaweit gesuchten Täter, der sogar mit dem organisierten Verbrechen zu tun haben sollte.”
Inzwischen stellte sich dieser Unbekannte jedoch als Betrüger heraus. Denn niemand bei Interpol hatte je von diesem doch eher lokalen Fall gehört. Doch der Entführer hat nicht nur den Gefangenen befreit. Mit derselben Geschichte gelang es ihm ebenfalls, sämtliche Unterlagen von dem Verhör zu erhalten.
Ein Motiv für die Entführung des Brandstifter ist bisher nicht bekannt.
Wahrscheinlich handelte es sich um einen Freund des Gefangenen, der ihn auf diese Weise aus dem Gefängnis holen wollte.

Laut den Aufzeichnungen im Polizeirevier handelte es sich bei dem angeblichen Inspektor Clochard um einen jungen Mann Anfang bis Mitte 20, ca. 1,80 mit blondem, sehr kurzen Haar und französischem Akzent. Der Entführer trug blaue Armeekleidung und ein Barrett. Er fuhr einen schwarzen Van mit verdunkelten Scheiben, dessen Nummernschilder sich inzwischen als gestohlen herausgestellt haben.
Der entführte Brandstifter ist Mitte bis Ende 20, ebenfalls ca. 1,80, hat blonde Haare und trug eine blaue Jeanshose, sowie einen schwarzen Pullover.
Beide sind Brillenträger.

Die Polizei bittet Zeugen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen halb 12 den Entführer und den Brandstifter gesehen haben, sich unter 05221/xxxxxxx zu melden. Sachdienliche Hinweise nimmt außerdem jede andere Polizeidienststelle entgegen.


Tageszeitungen, 1.12.2003

MASSENSCHLÄGEREI AUF WEIHNACHTSMARKT FORDERT EINEN TOTEN

Auf dem Schweichelner Weihnachtsmarkt kam es am gestrigen frühen Abend zu einer ausufernden Massenschlägerei. Laut Zeugenaussagen provozierten sich zwei anscheinend verfeindete Gruppen so lange, bis es zu einer Schlägerei kam, in die auch andere Besucher des Weihnachtsmarktes mit hinein gezogen wurden. Die Polizei geht von bis zu 40 Beteiligten aus, wobei sich die Zeugenaussagen der Anwesenden dabei stark unterscheiden. Ein Rätsel gibt den Beamten ein noch unbekannter Toter auf, der – den Spuren nach zu urteilen – von einem Kampfhund angefallen und zerfleischt wurde.
Allerdings kann sich niemand der Zeugen an einen solchen Hund erinnern. Auch die Verursacher der Schlägerei konnten nach Polizeiangaben weder festgenommen noch identifiziert werden. Die Polizei bittet alle Personen, die Angaben zu diesem Vorfall machen können, sich unter 05221/XYZ zu melden.


Tageszeitungen, 16.12.2003

TOTER WOLF GEFUNDEN – BIOLOGEN STEHEN VOR EINEM RÄTSEL

Osterkappeln. Am gestrigen Montag fanden Spaziergänger am Rande des Wiehengebirges einen toten Wolf. Wie die zuständige biologische Station mitteilte, handelte es sich nicht um einen Ausreißer aus einem Tierpark oder Zoo, da alle diese Tiere gekennzeichtnet wären. Wie der Wolf, der anscheinend von einem größeren Tier – vermutlich einem Kampfhund oder einem Artgenossen – regelrecht zerfleischt würde, in den Wald kam, ist noch ungeklärt. Die nächsten wilden Wolfsvorkommen befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern. Entweder stamme der Wolf aus einem nicht genehmigten Privatbesitz oder er gehört zu dem in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Rudel, so Udo Busse, Leiter der biologischen Station. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht in keinem Fall, da der an dem Wolf durchgeführte Tollwut-Schnelltest negativ ausgefallen ist und da Wölfe im allgemeinen als scheu und für den Menschen ungefährlich gelten. Die Polizei und das Ordnungsamt weisen in diesem Zusammenhang noch mal auf die Anleinpflicht für Hunde hin, damit sich ein solcher Fall nicht noch einmal wiederholen kann.


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