Tageszeitungen, 02.01.2002

DROGENTOTE UND SATANSMESSEN BEI HERFORD

Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es in der Nacht zum Sonntag an der Straße von Herford nach Löhne zu mysteriösen Ereignissen mit zwei Toten und diversen mit Drogen vollgedröhnten Personen.

Gegen 21:00 Uhr wurde ein Krankenwagen zu einem alten Bauernhaus gerufen. Doch die beiden Sanitäter, die sich zuerst auf den Weg gemacht hatten, kehrten nie mit ihren Patienten zurück. Man fand sie mit Betäubungsmitteln vollgepumpt in ihrem Einsatzwagen bei dem abgelegenen Haus, zu dem sie gerufen wurden. Die Einsatzkräfte, die nach den vermissten Sanitätern suchten, machten eine weitere schreckliche Entdeckung. In dem Haus befanden sich die Leichen zweier junger Frauen. Die Polizei vermutet, dass sie einer Sekte angehörten.  Der Sprecher Karl Labenberg führte dazu näher aus: “Die beiden Toten trugen schwarze Umhänge. Außerdem fand man diverse Kerzen, zerrissene Seile, mit denen anscheinend ein Opfer  gefesselt war, und einen Kelch, aus dem vermutlich Blut getrunken worden war. Näheres können wir dazu noch nicht sagen, aber unsere Leute in den Laboren arbeiten auf Hochtouren.”

Die Todesursache war großer Blutverlust. Beide Satansanbeter hatten neben Schlagwunden im Gesicht, Schusswunden an den Beinen davon getragen. Die Kugeln waren sorgsam entfernt worden. Es gibt bis dato keinerlei Hinweis auf die Täter.

Vielleicht können die beiden Sanitäter Auskunft geben, wenn sie von ihrem Drogenrausch erwachen. Ihre Vorgesetzten konnten sich nicht erklären, was die beiden, seit Jahren zuverlässigen, Mitarbeiter dazu veranlasst hat, sich selber unerlaubt Medikamente zu verabreichen. Dafür hätte es niemals Anzeichen gegeben.

Ein weiteres Rätsel gibt eine junge Frau auf, die gegen 21:45 drei Personen in die Psychiatrie brachte. Sie waren in schwarze Kutten gekleidet und hatten ebenfalls  Drogen genommen, wie uns eine Sprecherin des Krankenhauses mitteilte. Die Ärztin (so gab sie sich zumindest aus) sagte, sie hätte einen Krankenwagen gerufen, der aber nie eingetroffen wäre, weshalb sie die drei persönlich einlieferte. Sie hätten zu einer Gruppe von Sektenmitgliedern gehört, die kollektiven Selbstmord begehen wollten. Es wird vermutet, dass die drei eingelieferten Personen etwas mit den Toten im Bauernhaus zu tun haben. Doch auch sie sind noch immer nicht ansprechbar.

Leider verschwand die Augenzeugin, die die jungen Leute einlieferte, bevor sie zu weiteren Angaben herangezogen werden konnte.

Sollten Sie am Samstag Abend zwischen 20 und 21 Uhr auffällige Personen an der Straße zwischen Herford und Löhne beobachtet haben oder  andere sachdienliche Hinweise haben, wenden Sie sich bitte an die örtlichen Polizeidienststellen.


Tageszeitungen, 18.01.2002

NEUES VON DEN SEKTENMÖRDERN IN HERFORD

Wie die Polizei erst jetzt bekannt gab, konnten die beiden Sanitäter, die Ende letzten Jahres zu einem mysteriösen Fall an einem alten Bauernhaus zwischen Herford und Löhne gerufen wurden, inzwischen verhört werden. Die beiden waren damals im Drogenrausch in ihrem Rettungswagen gefunden worden, während im Haus zwei Leichen lagen.

„Die Aussagen beider Zeugen stimmen weitestgehend überein, so dass wir davon ausgehen müssen, dass sich bei ihrem Eintreffen mehrere Personen im und am Haus befunden haben.” So Polizeisprecher Karl Labenberg. Er führt weiter aus, dass einer der Sanitäter gerade als er in das Haus gehen wollte, niedergeschlagen wurde. Jedoch konnte er vorher sehen, dass neben einem Bielefelder Wagen, der den Opfern gehörte, ein Oldtimer mit Gütersloher Kennzeichen geparkt war. „Wir fahnden momentan nach diesem Wagen. Und wir wenden uns noch mal an die Bevölkerung, mit der Bitte, sich zu melden, falls Sie etwas gesehen haben. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.”

Die Kollegin des Sanitäters hat dessen Aussagen bestätigt. Allerdings hat sie fünf weitere Personen am Tatort gesehen. Es handelte sich dabei um vier Männer. Einer war in eine schwarze Robe gekleidet und lag bewusstlos am Boden. Ein weiterer blieb ihr als sehr groß und dunkelhaarig in Erinnerung. Die beiden anderen eher normal von der Größe und blond. Einer von ihnen und der Große vielen durch ihre vornehme Kleidung auf. Sie gehörten vermutlich zu dem Oldtimer. Außerdem war eine Frau anwesend. Sie war stark blutverschmiert, als hätte sie eine schwere Wunde, schien jedoch unverletzt. Von diesen Personen fehlt bis heute jede Spur.

Jedoch ist es nach den Beschreibungen der Zeugen möglich, dass diese Frau, mit der Person gleich ist, die später an jenem Abend die unschuldigen Jugendlichen in die Psychiatrie eingeliefert hatte. Jene Jugendlichen sind inzwischen als unschuldige Opfer wieder freigelassen worden. Sie sollten vermutlich zur Vertuschung des Mordes an den Satansjüngern dienen. Das deutet jedoch auf ein sehr dilletantisches Verhalten der Mördergruppe hin, da sie gleichzeitig die Sanitäter als Zeugen zurückließen und sich auch nicht die Mühe machten, die Opfer zu verbergen.

Was ist dort geschehen in jener Nacht? Bleibt es bei diesen Morden. Oder müssen wir uns erneut des Nachts verbarrikadieren, weil mordende Banden durch OWL ziehen?

Bleibt nur zu hoffen, dass die Polizei die Täter schnell findet und wir uns keine Sorgen um die Sicherheit unserer Kinder machen müssen.


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21.01.2002 Anonymer Leserbrief in der NW auf den Artikel “Neues von den Sektenmördern in Herford” vom 18.1.2002:

Sehr verehrte Schreiber!

Ich muss doch mal sagen, das Sie überhaupt keine Ahnung haben, was diese ganzen Ritualmorde und ihre Täter angeht. Jetzt schon wieder vor einer “Gruppe” zu sprechen! Dabei wissen Sie nicht mal wer letztes Jahr in Bielefeld für eine Polizei-Stadt gesorgt hat. Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie nur keine Artikel mehr geschrieben. Eben noch ein Mord, und nächste Woche schon vorbei! Was ist das denn für eine Ermittlung von Tatsachen! Mal Abgesehen davon, das die Polizei bei den ganzen Vorfällen sowieso überfordert war.

Diese Jungs und Mädchen waren doch die Kuttenträger, und die sind jetzt tot, weil ein paar Pflichtbewusste Bürger diesen Möchtegern Satanisten das Handwerk gelegt haben. Bürger, die vielleicht zur Selbstjustiz gegriffen haben, aber wenn die Straßen voller Sünder und Fanatiker sind, die einem falschen Glauben hinterher rennen, weil es nichts anderes mehr gibt, als an den Wahnsinn zu glauben, und das Böse heraufzubeschwören, dann in Gottes Namen, soll es wohl so sein!

Die Sanitäter zu rufen, war wohl ziemlich ungeschickt, aber wie sonst kommt man schnell und günstig an Drogen heran? Sie sollen froh sein, das nichts schlimmeres passiert ist!

Mein Lob an die Bürger! Wer weiß wie viele unschuldige diesen Fanatikern noch zum Opfer gefallen wären!


Tageszeitungen 25.1.2002

GELDSEGEN IN BIELEFELDER INNENSTADT

Zwei unbekannte Wohltäter verteilten vorgestern Nacht in der Bielefelder Innenstadt eine Menge Geldscheine an die Passanten, klemmten es unter Scheibenwischer oder warfen es wahllos hinter sich.

Warum der Mann und die Frau auf diese Weise ihre D-Mark-Scheine unter das Volk brachten ist unbekannt.

Die Polizei bittet jeden, der so beschenkt wurde, das Geld abzugeben, da es aus einem Raubüberfall stammen könnte. Jeder, der es nutzt, macht sich damit unter Umständen strafbar.

Von den beiden Personen fehlt bis dato jede Spur, zumal die Zeugenaussagen über ihr Aussehen sehr weit auseinander gehen. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.


Neue Osnabrücker Zeitung vom 26.01.02

BORDELL “ZUR ROTEN LEUCHTE” ABGEBRANNT

Letzte Nacht steckten unbekannte Täter das Bordell “Zur roten Leuchte” in Brand. Die meisten Prostituierten und der Besitzer des Geschäftes konnten sich aus dem Haus retten. Zwei Frauen kamen im Feuer ums Leben. Die Feuerwehr konnte früh genug eingreifen, um ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarhäuser zu verhindern.

Leider gibt es keine Zeugenberichte darüber, wer das Feuer gelegt haben könnte. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei dem Angriff um einen geplantes Verbrechen der Unterwelt handeln könnte, zumal es eine Nacht zuvor schon zu einer Schießerei in eben diesem Bordell kam. Für sachdienliche Hinweise wenden Sie sich bitte an die örtliche Polizeidienststelle.

16.02.2002 Münster Zeitung

BG7-G5 Ihr Zug! E.


20.02.2002 Münster Zeitung

B d2 – d4


23.02.2002 Münster Zeitung

L f8 – g7


Zeitungsartikel vom 25.02.02

ERNEUTE UNRUHEN IN OSNABRÜCK

Samstag Nacht lieferte sich eine Gruppe Rechtsradikale mit einer Gruppe Russland-Deutschen eine blutige Schlacht. In der Gegend wo kürzlich auch schon ein Bordell niedergebrannt wurde lieferten sich die beiden Kontrahenten eine Schlacht. Die Polizei konnte gerade noch rechtzeitig einschreiten um schlimmeres zu verhindern. Es gab mehrere Verletzte auf beiden Seiten. Drei Rechtsradikale und vier Russland-Deutsche wurden in Gewahrsam genommen.


Zeitungsartikel vom 25.02.02

GRAUSIGER LEICHENFUND IN BIELEFELD

Beim Spielen an einem Bach fanden zwei Kinder die verstümmelten Überreste eines Säuglings. Die Eltern des Babys konnten bereits ermittelt werden. Sie hatten es drei Tage zuvor als vermisst gemeldet. Die Untersuchungen hinsichtlich der Todesursache laufen bereits, die Polizei wollte noch keine Angaben über eventuelle Verdächtige machen.


Zeitungsartikel vom 25.02.02

LEICHE VERSCHWUNDEN

Bielefeld
Von dem Babenhausener Hauptfriedhof ist eine Leiche verschwunden. Der Friedhofsgärtner entdeckte am Freitag Morgen bei seiner normalen Runde, das ein Grab offen war. Jemand musste es in der Nacht ausgehoben und den Sarg geöffnet haben. Seit dem ist die Leiche spurlos verschwunden.


Tageszeitungen, 26.02.2002

AUSSTELLUNG IN DER GALERIE ESCHBERGER IN HUNNEBROCK

Die Bilder eines jungen Lebens mit alter Seele präsentiert die Kölner Künstlerin Lina Engel in Bielefeld. Mit ihrer Arbeit begeisterte die erst 22 Jahre junge Frau Kritiker und Publikum gleichermaßen. Ihre Werke wurden
bereits mit denen von John Bolton verglichen, vermischt mit einer Prise des Geistes eines Edgar Allan Poe, was auf ein großartiges Erlebnis beim Besuch ihrer Ausstellung hoffen lässt. Die Eröffnung ist am Dienstag, 05.03.02 ab 19.00 Uhr und ist, wie die junge Künstlerin versicherte, für jedermann offen.


02.03.2002 Münster Zeitung

bauer e7 – e5


Zeitungen vom 6.3.2002

Die Eröffnung der Ausstellung von Lina Engel am Dienstag Abend in der Galerie Eschberger in Hunnebrock war ein beeindruckender Einblick in das Seelenleben einer jungen Frau, die sich selbst zur sogenannten Gothic-Szene zählt, sich jedoch ausdrücklich von jeglichem Satanismus distanzierte. Zu Unrecht schlecht besucht, stellten sich die Werke der jungen Künstlerin als ein fantastischer Bilderbogen in “Comic-Kunst” – so die Künstlerin selbst über ihre Bilder – dar. Lina Engel präsentierte fast ausschließlich Bleistift- und Graphitzeichnungen, so dass das einzige Ölgemälde, ein lesender Drache namens Nepomuk, geradezu ins Auge sprang. Ein gelungener Mittelpunkt dieser Ausstellung. Die anwesenden Besucher waren durchweg begeistert und boten teils sogar Unterstützung bei der Einrichtung ihres Hiddenhausener Ateliers an, um der jungen Künstlerin alle Türen zu öffnen, die dieses hoffnungsvolle, unverbrauchte Talent durchschreiten möchte.


Münster Zeitung, Anzeigenteil

Lc1 x Bg5 +


Münster Zeitung, 09.03.2002

B f7 – f6

Diverse Zeitungen in der Domäne, 13.3.2002

In dem noch ungeklärten Sektenmordfall von Herford hat die Polizei in den letzten Monaten seit den Morden Ende letzten Jahres mehrere Indizien gefunden, die auf den 25jährigen Christoph Grecht als Mörder deuten.  „Unterstrichen werden unsere Ermittlungsergebnisse noch von der Tatsache, dass der Verdächtige seit der Tatnacht nicht mehr gesehen wurde”, so der Polizeisprecher Karl Labenberg.

Sollte jemand den jungen Mann sehen, so sollte er dies umgehend der nächsten Polizeidienststelle melden. Da der Verdächtige als gewalttätig gilt, wird darum gebeten, nicht selber die Initiative zu ergreifen.

Der des doppelten Mordes Verdächtige Christoph Grecht ist 1,75 m groß und 25 Jahre alt. Das Foto stammt aus dem Jahr 1999. Inzwischen trägt der junge Mann nur noch schwarze Kleidung und zählt sich zu den Anhängern Satans. Er ist wohnhaft in Bielefeld-Baumheide.Für sachdienliche Hinweise wenden Sie sich bitte an jede Polizeidienststelle.


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Münster Zeitung, Anzeigenteil

L g5-e3




Münster Zeitung, 17.03.2002, Anzeigenteil

B H7-H5



Münster Zeitung, 20.3.2002, Anzeigenteil

B f2-f4


FAZ vom 25.03.2002

ÜBERFALL AUF NAMHAFTE ANWALTSKANZLEI

In der Nacht zum Sonntag wurde nahe der Frankfurter Innenstadt in eine Anwaltskanzlei eingebrochen. Für eine Mitarbeiterin, die ausnahmsweise noch spät arbeitete, kam jede Hilfe zu spät, als die anonym verständigte Polizei eintraf. Die beiden Einbrecher hatten ihr die Kehle aufgeschnitten.

Der Leiter der Kanzlei Knorr zeigte sich betroffen. Was ihn am meisten verwundere, so Knorr, wäre die Tatsache, dass die Einbrecher nicht nur sämtliche Festplatten aus den PC’s ausgebaut, sondern andere dafür wieder eingebaut hätten. Auf diesen befanden sich pornographische Kinderphotos und Links zu entsprechenden Seiten im Internet. „Offensichtlich wollte hier jemand Rufmord betreiben. Zum Glück haben die Täter trotz aller an den Tag gelegten Professionalität nicht mit unseren Sicherheitsanlagen gerechnet. So konnten wir unsere Unschuld umgehend beweisen”, sagte Knorr erleichtert.

Die Täter fuhren mit einem dunklen Opel Corsa. Die Kennzeichen hatten sie einem Wiesbadener Diskogänger entwendet. Sie trugen zwar Kleidung von der Reinigungsfirma, doch die Ermittlungen verliefen auch in dieser Richtung im Sande.

Für sachdienliche Hinweise bittet die Polizei um Hilfe aus der Bevölkerung.


Tageszeitungen vom 27.03.2002

BOOMENDER DROGENHANDEL IN HERFORDER DISKOTHEK

Herford. Wie jetzt bekannt wurde, blüht der Drogenhandel im Herforder Kick, einer gut besuchten Diskothek, mehr als angenommen. Die Polizei schätzt, dass etwa 75% der Besucher Exstacy-Pillen schlucken.

Der Besitzer des Kick Wesseler dazu: „Uns ist das Problem bewusst. Deshalb haben wir einen privaten Sicherheitsdienst eingestellt.” Dieser wird künftig vor allem den Parkplatz der Disko bewachen. Zusammen mit der Polizei hofft Wesseler, so den Drogenhandel wieder mehr einschränken zu können. Ihm sei klar, dass es in jeder Disko Dealer gäbe, doch die heute veröffentlichten Zahlen, seien entschieden zu hoch.

Vermutlich müssen die Besucher des Kick gerade in den nächsten Wochen verstärkt mit Razzien der Polizei rechnen. Dies schränke aber den normalen Betrieb keineswegs ein, so Wesseler. Der normale Gast würde vermutlich nicht einmal etwas davon merken.


Münster Zeitung, 27.03.2002, Anzeigenteil

Le3 x Bf4


Münster Zeitung, 30.03.2002, Anzeigenteil

Bauer H5-H4


Münster Zeitung, 03.04.2002, Anzeigenteil

B g2-g3


Münster Zeitung, 06.04.2002, Anzeigenteil

Bauer H5-G4


Münster Zeitung, Anzeigenteil

Herr E.

Ich schulde ihnen nun eine entsprechende Gegenleistung von mir und würde mich freuen wenn Sie entsprechende Wünsche, Anregungen an meine Adresse senden könnten. Ich selber hätte nach meinem letzten Aktion auch eine kleine Bitte an

Sie. Es würde mich sehr freuen, wenn es noch einen anderen Weg der Kommunikation geben  könnte und Sie mir ihrerseits eine  entsprechende Kontaktadresse oder andere Möglichkeit zum Austausch von Nachrichten geben könnten.


Neue Westfälische, 13.04.2002, Leserbrief

Sehr verehrte Schreiber,

ich las Ihre Artikel über den heutigen Drogenkonsum in den umliegenden Discotheken, vor allem im Kick. Ich kann dazu nur sagen, es ist traurig was der Inhaber dagegen unternehmen will. Ein paar Hunde und nicht professionell ausgebildetes Wachpersonal sollen die Kids von heute aufhalten sich in einer Ecke ein par Tabletten zu “schmeißen”. Ich bitte Sie!

Allein die Ausweis Kontrolle an der Tür läßt zu wünschen übrig! Es wird gefragt, draufgeschaut und gesagt, das man um 24 Uhr wieder draußen sein soll. Da sollte man doch lieber die Ausweise einbehalten, und wer sich die um 24 Uhr nicht abholt wird ausgerufen. Sicherlich wird ein Großteil der Gäste und Einnamen damit schrumpfen, aber auch die Dealer haben dann kein leichtes Spiel mehr. Und später kann man das dann ja wieder gepflegt übersehen, wenn die Hallen erstmal “gereinigt” sind.

Ausserdem sortieren andere Discotheken nach härteren Kriterien aus, als dem Alter. Nehmen Sie sich doch nur mal den GoParc vor! Dort kommt man nicht rein, wenn das Geld und outfit nicht stimmt. Wenn irgendwo Tabletten genommen werden, dann doch wohl in den Laser und Techno verwöhnten Hallen des GoParcs.

Im Kick wird doch eher alles geraucht was es zu kaufen gibt.

Und vielleicht sollte sich die Stadt Herford ja auch mal was vernünftiges überlegen, was man der Jugend bieten könnte, außer ein immer weiter verrottendes Kino und teure Cafes in der Innenstadt.

Anonym


Tageszeitungen vom 19.04.2002

(So oder so ähnlich in verschiedenen Zeitungen der Region)

GRAUSIGER LEICHENFUND IN EINEM BIELEFELDER STUDENTENWOHNHEIM

Gestern morgen gegen 10 Uhr wurde in einem Bielfelder Studentenwohnheim die 30 jährige Studentin Stefanie R. in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Spuren von Gewalteinwirkungen ließen sich nicht finden, was die Polizei darauf schließen lässt, dass es sich um einen, dem Opfer bekannten Täter, handelte. Das Oper wurde mit einem Kabel stranguliert und dann auf grausame Weise entstellt. In die Brust des Opfers war das Wort „Opfer” ins Fleisch geschnitten. Die Polizei ist noch mit weiteren Ermittlungen beschäftigt.


Leserbrief in der Neuen Westfälischen

ZUM LESERBRIEF VOM 13.04.2002 ZUM THEMA “DROGENKONSUM IM KICK”

Lieber Herr oder Frau Anonym!

Sicher gebe ich Ihnen recht, wenn sie anprangern, dass die Stadt Herford nicht viel für uns junge Leute bietet. Da ist das uralte Kino, die teuren Cafés und das ach so tolle Spunk.

Aber warum Sie den Besitzer des Kicks so sehr angreifen, kann ich nicht verstehen. Was soll er denn machen? Soll er den Laden dicht machen oder jeden einmal komplett ausziehen und alle Klamotten umkrempeln lassen, damit auch ja niemand mit Drogen reinkommt? Oder soll er gleich das FBI einschalten?

Das würde nämlich nicht die Dealer treffen, sondern uns andere, die wir nichts mit den Drogen zu tun haben. Ich gehe seit einigen Jahren sehr gerne und regelmäßig ins Kick. Und ich habe noch nie Drogen genommen oder überhaupt mitbekommen, dass dies dort geschieht.

Die Kontrollen am Eingang wurden in der letzten Zeit stark verschärft und es laufen bald mehr Zivilbullen in dem Laden rum, als normale Gäste.

Was Sie zum GoParc sagen. Nun, wer dort hin geht, gehört mehr zum Schicki-Micki-Verein der Gegend. Da würde ich lieber auf der Straße Party machen, als auch nur einen Fuß in den Laden zu setzen. Die Musik ist außerdem total scheiße. Mal ganz davon abgesehen, dass ich dort nie reinkäme, weil mein Kleidung nicht stimmt. Was sind das denn für Methoden, hä? Da wird aussortiert, wer genug Geld hat, kann rein. Toll! DIE Leute können auch in die teuren Cafés gehen!

So, das nächste Mal, wenn sie unser tolles Kick madig machen wollen, dann schauen Sie sich erstmal genau um, was Sie für alternativen anbieten könnten.

Marina (19)

aus Herford


Tageszeitung vom 22.04.2002

NÄCHTLICHE EXPLOSION REIßT FRIEDHOFSANWOHNER AUS DEM SCHLAF

Gestern morgen um kurz nach halb eins erschütterte eine Explosion auf dem Vlothoer Friedhof die Häuser der Anwohner. Die Explosion zerstörte die Gruft der Familie S. vollständig. Nach ersten Ermittlungen der Polizei wird von böswilligem Vandalismus ausgegangen.

Münster Zeitung, 23.04.2002, Anzeigenteil

Guten Abend!

Nach Ihrer Botschaft, glaube ich es jetzt zurechtgesetzt zu haben. Ihr letzter B g2-g3.

Meine Antwort: B f5 – f6

Wegen meiner Bestellung melde ich mich.

E.T.


Münster Zeitung, 25.04.2002, Anzeigenteil

S g1-f3


Tageszeitungen, 29.04.2002

VERSCHWUNDENE JUGENDLICHE AUS SPENGE

Seit Freitag Abend ist die 15-jährige Natalie K. aus Spenge verschwunden. Laut Polizeiangaben befand sie sich gegen 21.00 Uhr mit dem Fahrrad auf dem Heimweg von einer Schulfreundin. Das Fahrrad wurde in der Nähe der Straße gefunden, die das Mädchen für seinen Weg normalerweise benutzte. Daher schließt die Polizei ein Verbrechen nicht aus. Natalie ist 1,65m groß und schlank, hat hellbraune, schulterlange Haare. Sie trug eine hellblaue Jeansjacke, ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck “Hexe” und eine dunkelblaue Jeans mit Nieten an den Seiten. Wer Hinweise zu dem Verschwinden von Natalie machen kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Spenge unter Tel. XYZ oder jeder beliebigen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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